One Week Goa

So unsere erste Woche Weltreise liegt hinter uns. Und wir können sagen, es war definitiv eine gute Entscheidung mit der Indien Light Version Goa anzufangen. Wir haben uns bewusst dazu entschieden die ersten Tage am Strand zu verbringen um erstmal zu entspannen und einfach anzukommen. Dafür war unsere kleine Strandhütte am Palolem Beach mit Blick aufs Meer genau das Richtige. Drei Tage Paradies am indischen Ozean lagen vor uns. Und Gott oder besser unserer Umbuchung für eine Hütte mit Klima sei Dank konnten wir der sengenden Hitze von Palolem in den Mittagsstunden entkommen. Sprich der Low Budget Hütte ohne Fenster, ohne Klima und einem defektem Ventilator wurde nur ein kurzer ablehnender Blick geschenkt.

Wie gesagt Blick aufs Meer, mit meeresrauschen einschlafen, aufwachen und das auch noch im klimatisierten Raum... was will man mehr.

Wir verbrachten die ersten zwei Tage damit unsere weißen und der deutschen Kälte ausgesetzten Körper zu aklimatisieren und natürlich unsere Mägen an das absolut geile Indische Essen zu gewöhnen. Hier sei kurz erwähnt das uns so ziemlich jeder im Voraus gesagt hat, Indien oh oh passt auf mit dem Essen, achtet auf versiegelte Wasserflaschen und weiß der Geier was. Alles dummes Geschwätz können wir nun sagen, rein mit den

köstlichen vor Gewürzen duftenden Leckereien. Wir lieben das indische Essen auf Anhieb. Aber natürlich hat unser europäische Magen so seine Probleme aber da halten wir es wie die 1,5 Milliarden Inder und sagen uns, wer braucht schon festen Stuhlgang.... so genug vom Magen Darm Trakt. Fazit: Das Beste Essen seit Thailand !!!

 

Unsere Morgenroutine, falls man das nach zwei Tagen so nennen kann, bestand darin von der Sonne geweckt zu werden, Badehose an (die Benni eigentlich nur zum schlafen ausgezogen hat) und ab ins Meer eine Runde schwimmen. Anschließend wurden die Knochen kurz mit Yoga für Anfänger gelockert, geduscht und dann ab zum Frühstück mit Meerblick, einfach nur ein Traum. Wie sich das für echte Backpacker gehört gab es selbstverständlich Porridge und Minztee. Da muss ich selber lachen wenn ich das schreibe.

Da wir beide eher zu den Menschen zählen die immer etwas Neues sehen müssen, haben wir uns am dritten Tag einen Roller ausgeliehen (wir lieben es in Asien mit dem Roller zu fahren) um ein bisschen Beach Hopping zu machen. Bei der Gelegenheit haben wir auch direkt bei der netten Dame vom Rollerverleih eine indische Sim Karte gekauft. Schnäppchen, hier kosten zwei Monate mit 1,5 GB Datenvolumen täglich nur schlappe 700 Rupien.

Also mobiles Netz, nen Roller unterm Hintern und mit jeder Menge Abenteuerlust ging es für uns Richtung Norden um ein paar verlassene Strände zu entdecken. Und wir können euch sagen, wir haben sie gefunden. Von Palolem unserer Homebase (trotz Offseason sehr touristisch) sind wir erstmal zum Agonda Beach gefahren, etwa 20  Minuten von uns entfernt. Ein mit Palmen eingerahmter Sandstrand an dem nicht wirklich viele Menschen zu finden waren und so gut wie jede Unterkunft leer stand. Einfach nur traumhaft, wenn da nicht die 48 Grad in der Sonne gewesen wären. Ja das ist Jammern auf ganz hohem Niveau, aber die Aklimatisierung war noch nicht abgeschlossen.

Also ab auf den Roller und weiter Richtung Norden, der Fahrtwind bringt die dringend benötigte Abkühlung.

Es ging zum Cola Beach, davon hatten wir schon unzählige Fotos gesehen und es wirkte einfach so unwirklich. Das soll Indien sein? Da müssen wir hin, das wollen wir mit unseren eigenen Augen sehen. Die Fahrt dahin war ein Abenteuer was die Straßenverhältnisse angeht. Schlaglöcher so groß das ganze Kühe sich dort verstecken können und Steine oder auch Felsen genannt die Free Climber für ihr Training benutzen. Auch sonst war rechts und links der Straße alles grün, leuchtend und alles blühte. Wir wussten garnicht wo wir zuerst hingucken sollten und die Kamera war im Dauereinsatz.

Egal wir wollten zum Cola Beach und wir sind solche Wege, Pisten oder besser gesagt Pfade aus unseren Thailand Trips gewöhnt. Wir haben alles aus der 50ccm Maschine rausgeholt und sind nach einer ca. 45 minütigen Fahrt (Motocross ist ein Scheiss dagegen) angekommen. Und die Fahrt hat sich sowas von gelohnt, die anderen Strände waren schon einsam und ein Paradies, aber der Cola Beach ist mehr als das. Den Roller geparkt ging es eine kleine Treppe hinunter, die zu einer Strandbar führte von der rechts und links Hütten abgingen in denen die Gäste übernachten können. Die kleinen Strandhütten stehen in mitten von unzähligen Palmen. Der Blick war wundervoll und das nutzten wir um eine kalte Cola zu trinken und die Atmosphäre aufzusaugen. Es waren höchstens vier oder fünf andere Gäste mit uns da und die Stille und Ruhe war wirklich faszinierend. Das besondere am Cola Beach ist aber das auf der einen Seite des Strandes eine Art Süßwasser Oase ist die wie eine kleine Lagune wirkt. Das Wasser schimmerte in allen erdenglichen blau und grün Tönen und die Palmen rakten über beide Ufer hinaus. Schaut euch die Fotos dazu in unserem Album an, dann wisst ihr was wir meinen. Nachdem wir zwei Stunden diesen magischen Ort und seine Stimmung aufgesogen haben ging es für uns zurück nach Palolem in unsere Hütte um den Abend bei einem kühlen Bier ausklingen zulassen.

 

Am nächsten Morgen sind wir in eine andere Unterkunft gezogen, weil wir leider nur für drei Tage unsere Hütte gebucht hatten und wir ehrlich gesagt unser Reisebudget nicht schon die ersten Tage ausreizen wollten. Der Umzug hat sich aber gelohnt, mit dem Roller und unseren vier Rucksäcken ging es etwas ausserhalb von Palolem zur Dream Residance. Wir waren die einzigen Gäste dort und Ibrahim unser Vermieter war so mega nett und hilfsbereit. Das Zimmer war bestimmt 30 qm groß, mit Klimanalage und einem super sauberen Badezimmer.  Vor allen Dingen aber kam aus der Dusche ein richtiger Strahl. Kurz um wir waren glücklich und die fünf Minuten zum Strand nahmen wir dafür gerne in Kauf. Absolute Stille Abends und ein umsorgter Gastgeber rundeten den Aufenthalt ab. Unsere vier Tage bei Ibrahim verbrachten wir damit auszuschlafen und dann zu unserem ( ja im Nachhinen können wir das sagen ) Lieblingsstrand Agonda Beach zu fahren. Warum unser Lieblingsstrand, weil er einfach schön und vor allem ruhig und verlassen war. Ausserdem keine zwanzig Minuten mit dem Roller von uns entfernt. Wir verbrachten die Nachmittage damit im Schatten zu liegen, Musik zu hören, Tagebuch zu schreiben, Fotos zu schauen und einfach nur unser neues Leben in vollen Zügen zu geniessen ehe wir dann am frühen Abend wieder nach Palolem zurück gefahren sind um den Abend beim Sonnenuntergang am Strand um die Ecke mit leckerem indischen Essen ausklingen zu lassen.

 

Ach na klar und was passierte nach den vier Tagen bei Ibrahim? Wir haben uns relativ schnell dazu entschlossen erstmal weiter ins Inland zu fahren und dem Strandleben vorerst den Rücken zu kehren. Für uns ging es dann Mittwoch Nacht mit dem Schlafbus ins neun Stunden und rund 500 Kilometer entfernte Hampi, einer uralten Tempelstadt. Aber dazu dann mehr im nächsten Bericht.

 

Wir hoffen euch hat der Bericht gefallen und freuen uns über eure Kommentare.

 

Caro & Benni

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Kommentare: 5
  • #1

    Muh (Donnerstag, 18 April 2019 18:47)

    super schön geschrieben- man konnte sich alles wirklich sehr gut vorstellen- mitfühlen - riechen - schmecken �jetzt schaue ich mir die Fotos- hab euch lieb und wie immer ( Mütter können nicht anders) take care ❤️always �

  • #2

    Sabine (Donnerstag, 18 April 2019 19:01)

    Ihr bringt es sehr Autentisch rüber macht richtig Spaß Euern Bericht zu lesen. Klasse !

  • #3

    July (Donnerstag, 18 April 2019 19:12)

    Wie immer wirklich schön geschrieben ❤ bin gespannt auf die nächsten Abenteuer � have fun, take care � love you

  • #4

    Gaby (Donnerstag, 18 April 2019 19:24)

    Ein toller Bericht, ihr Weltenbummler! Es ist so super schön, dass wir daran teilnehmen können und das köstliche indische Essen habe ich noch förmlich in meinen Geschmacksknospen. Weiter so ���������

  • #5

    Olaf (Freitag, 19 April 2019 10:47)

    Super geschrieben.Nach zwei Jahren Tour könnt ihr beiden einen Bestzeller schreiben.Klasse .Bin ganz begeistert von euren Eindrücken und Erzählungen.Weiter so

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