Lombok & die Gili´s

Nach den vierTagen und drei Nächten auf dem Schiff mussten wir uns erstmal ausruhen. Leider hatten wir auf der Fahrt ein bisschen Pech, wir hatten zwar ein nicht so volles Auto erwischt, allerdings ging die Klimaanlage nur so semi und nach ca. 1 1/2 Stunden musste sich unser Sitznachbar einfach mehrfach übergeben und das nach so einem Trip und in einem warmen Auto. Ihr könnt euch sich er vorstellen was für ein Gefühl das war. Nachdem wir also nach der zwei stündigen Fahrt vom Hafen im Osten von Lombok in Kuta angekommen sind mussten wir noch ca. 2 km (für Benni waren es mal wieder gefühlte 10km) zu unserem Host laufen. Dort angekommen wurden wir wieder mal total nett begrüßt und ganz herzlich in Empfang genommen. Wir hatten ein süßes kleines Zimmer mit Klima und einer kleinen Terrasse. Wir waren einfach nur froh wieder ein vernünftiges Bett, eine Klima und ein eigenes Bad zu haben. Da es noch so früh war bekamen wir sogar noch ein leckeres Frühstück. Es gab zwar wieder Pancake oder Ei aber zusätzlich bekamen wir Butter und Honig, das haben wir seit 4 Monaten nicht bekommen. So konnte der Tag nur gut werden. Nach einem kurzen Powernap mieten wir uns über das Homestay einen Roller und schauten uns kurz in Kuta um. Ein kleines Städtchen am Meer welches vor allen Dingen auch zum Surfen bekannt ist. Das sieht man ganz gut an den ganzen hippen Surfläden, westlichen Restaurants und Hippen Cafés. Wir fühlten uns wohl, gingen noch schnell eine Kleinigkeit Einkaufen und dann gab es auch schon Abendessen. Zum erstmal gingen wir in ein marokkanischen Restaurant, über TripAdvisor hatten wir uns hierzu entschieden. In einem ganz süßen Hinterhof mit blauen Wänden, Pflanzen, einem kleinen Brunnen und super süßen, stylischen Stühlen nahmen wir Platz und bestellten eine Art Köfte für Benni und eine vegetarische Platte für mich. Endlich wieder was anderes zu essen als Reis, Kohl, Tempe und Hühnchen. Lecker! Die Platte bestand aus mehreren kleinen Schälchen mit Hummus, gekochten Möhren, Spinat, Joghurt Dip, Kartoffeln, und und und dazu gab es leckeres Pitabrot. Benni hatte eine Pita mit Salat und Fleisch, was auch sehr lecker war. Danach sind wir einfach nur noch Tod ins Bett gefallen. 

Am nächsten morgen fühlten wir uns kurz wie zu Hause um 6 Uhr in der Früh wurden wir von einem leisen Katzen Miauen geweckt, Benni öffnete die Tür und da war es schon um ihn geschehen, eine neue Freundschaft war geboren, der kleine Mikesch war ab dem Zeitpunkt nicht mehr weg zu denken und wenn wir nicht weitergereist wären hätten wir ihn mit nach Hause genommen. Sofort wurde ein Plätzchen im Bett frei gemacht und ich musste erstmal Futter holen. Nachdem also die Katze und der Mann versorgt waren konnten wir dann auch Frühstücken und den Tag ein wenig planen. Viel stand allerdings nicht auf dem Plan denn wir waren noch echt kaputt. Wir schauten uns an dem Tag nur den Strand in Kuta selbst an. Wir können bis heute nicht verstehen, dass dort nichts los war. Der Strand war super sauber, es gab gute Facilities und schönes blaues Wasser. Es war keine Menschenseele an dem Strand, so gönnten wir uns ein kurzes Bad und eine leckere Ananas am Strand und fuhren wieder ins Hotel. Vielleicht lag es auch einfach an der Zeit oder es war keine Hauptsaison aber komisch war es schon. Nach einem kurzen Päuschen und einer Kuscheleinheit mit unserem neuen Freund ging es Abends dann noch eine Pizza essen, wir haben es in den vergangenen Berichten ja schon mehrfach erwähnt aber wir haben wirklich die drei, vier besten Pizzen unseren Lebens in Indonesien gegessen, wirklich wahr. Auch diese Pizza war einfach gut, es gab sogar mehrere vegetarische Optionen. 

 

Am nächsten Tag hatten wir uns fest vorgenommen ein paar Strände auf Lombok zu entdecken, denn die sollen hier wirklich der Wahnsinn sein. Von Charlotte, die wir auf dem Boot kennengelernt haben, hatten wir den Tip vom Tanjun Aan Beach bekommen, den erreichten wir ich ca. 15 Minuten mit dem Roller von Kuta. Vorbei fuhren wir an riesigen Baustellen von Hotelkomplexen (keine Ahnung für den wen diese gebaut werden) und kleinen Dörfchen an denen überall Ziegen und Kühe unseren Weg kreuzten, die Straßen waren teilweise wieder echt abenteuerlich. Angekommen am Tanjun Aan Beach erwartete uns ein riesiger weißer Sandstrand. Wir suchten uns direkt am Anfang ein schönes und ruhiges Plätzchen denn vom weiten konnten wir schon sehen das je weiter wir gehen würden desto voller würde es werden und am anderen Ende des Strandes waren auch super viele Hütten, Liegen und Sonnenschirme aufgebaut. Der Stand war wirklich wunderschön, es gab nur ein Problem hier gab es so unendlich viel Müll, nicht nur am Strand sondern vor allen Dingen am Wasser. Schon beim reingehen in die Fluten kamen einen kleine Plastikbeute, Keks-, und Chipsverpackungen und Strohhalme entgegen, leider!! Wir versuchten so gut es geht alles aufzusammeln war wir zufassen bekamen, das ist natürlich nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein und löst das Ausgangsproblem nicht aber zu mindest kann daran kein Meerestier mehr ersticken. Was uns hier auch aufgefallen ist, es gab unheimliche viele Straßenhunde und wir haben schon vorher im Internet gelesen, dass es den Hunden die am Meer „leben“ meist noch schlechter geht als den Hunden z.B. in einer Stadt denn sie haben einfach nichts zu trinken und neben dem ganzen Salzwasser und dem Sand knallt die Sonne hier auch einfach einfach den ganzen Tag. Wir haben uns also vorher schon mit Wasserlaschen bewaffnet und haben am Strand dann eine Kokosnuss nach der anderen mit Wasser gefüllt und die Hunde (darunter auch mega süße Welpen) mit Wasser versorgt. 

Nach den zwei guten Taten und einem schönen Tag am Strand ging es Abend nochmal zu dem Marokkaner essen und dann mit Mikesch in die Falle (der wartete übrigens schon den jeden Tag vor der Tür). Der kleine mini Kater machte sich in der Nacht so breit wie unser Kater zu Hause und Benni hatte in seinem Schlafsack kaum Platz sich umzudrehen, naja wenigstens hat der Kater gut geschlafen :). 

 

Morgens machten wir uns relativ früh auf den Weg zum Mawu Beach der in Richtung Westen in einer kleinen Bucht lag. Auch in diese Richtung auf dem Weg zum Strand fuhren wir an mega Baustellen, total kargen und trockenen Landschaften und Reisfeldern vorbei. Die „Hauptstraßen“ auf Lombok waren wirklich erstaunlich gut ausgebaut und so kamen wir gut voran. Am Strand angekommen mussten wir erstmal um gerechnet 1 € Eintritt / Parkgebühr bezahlen. Benni und ich wissen bis heute und nach 5 Monaten Reisen nicht wer dieses Geld immer bekommt. Wir haben schon so oft an selbstgebauten, improvisierten Schranken halten müssen und etwas zahlen müssen. Im Nachhinein denken wir uns aber immer, dass die ein oder zwei € uns nicht weh tun und für die meisten es wahrscheinlich viel Geld ist. Zudem zahlen wir in Europa auch für jeden Strand und jeden Parkplatz Geld und das nicht wenig, also was soll es.

Kurz nach der Schranke ging es noch einen kurzen steilen Berg hinab zum Strand. Um es vorweg zu nehmen, der Mawu Strand war unser absoluter Lieblingsstrand auf Lombok und hier waren wir fast jeden Tag. Ähnlich wie der Tanjun Aan Strand war der Mawu Beach, ein mega Sandstrand, eingerahmt in kleine Berge und strahlenden blauen Wasser. Auch hier waren einige Strandbuden und Liegen mit Schirmen aufgebaut. Wir suchten uns wieder ein ruhiges Fleckchen und sprangen sofort in die Fluten. Leider lag auch hier Müll am Strand aber lange nicht so viel wie an dem anderen Strand. Das Wasser war atemberaubend. Wir konnten sogar schnorcheln und sahen einige lustige und bunte Fische. Ich habe mich fast die ganze Zeit im Wasser aufgehalten, wir fühlten uns wie in der Karibik bzw. gauben wir, dass das Wasser dort nicht viel schöner sein kann. Ein wirklich tolles Fleckchen Erde und die Medien lügen nicht wenn dort geschrieben wird, dass Lombok traumhafte Strände hat. Wir waren dort! 

Nach gefühlten 6 Stunden schwimmen, plantschen, sonnen, schnorcheln, Musik hören und leckere Früchte essen ging es für uns wieder Heim. Auf dem Weg kauften wir noch zwei Tüten Hundefutter denn die Hunde waren hier auf Lombok überall präsent und teilweise sahen die echt schlecht aus. Überall wo wir einen Hund sahen hielt wir an und verteilten ein wenig Futter. Und zu Hause wartete dann schon eine hungrige liebesbedürftige Katze.

Auf unserem Boottrip haben wir neben Charlotte auch Nicki & Frank vom Bodensee kennengelernt. Da die beiden auch noch auf Lombok waren machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Senggigi ganz im Westen von Lombok. Wir fuhren ca. 1 1/2 Stunden mit dem Roller zu der Anlage von den beiden. Auf dem Weg dorthin kamen wir wieder an unzähligen wunderschönen Stränden, an teilweise komplett zerstörten Dörfern und an der Hauptstadt Mataram vorbei. In der Hauptstadt wurde es super voll und zum ersten mal fühlten wir uns wieder zurück in einem Verkehrschaos. Es war laut, voll, dreckig und stickig. Das haben wir nicht vermisst. Nach einem kurzen Trinkstopp am Indomarkt (so heißen hier die kleinen Supermärkte) und nach einem kurzen deutschen Gespräch mit einer Indonesierin (super witzig, sie hat gehört das wir deutsch sprachen und hat uns einfach auf deutsch angequatscht) ging es wieder nach Senggigi. Die Straße gleicht einer Art Ocean Road, man fährt nämlich Kilometer lang direkt am Meer, Stränden, Palmenfeldern und großen Hotelanlagen vorbei. Die Hotelanlagen waren in Senggigi wirklich krass. Auch die Anlage wo wir die beiden eingesammelt haben war für uns wie im Film, Privatpools, Infinitypool am Meer, Frühstücksbuffet, Zimmer mit Meerblick und Zimmerservice. Nach zwei superteueren Kaffees (10€) fuhren wir dann zu viert los. Ziel war die Monkey-Forest-Street von Lombok. Wir fuhren noch eine ganze Zeit lang über die OceanRoad machten Stopps an einigen Aussichtspunkten und auch an der Stelle von der aus man die drei Gili Inseln sehen kann. Am Anfang waren wir ein wenig verwirrt, so klein und eng beinander haben wir uns die drei Inseln nicht vorgestellt. Wir konnten also unser nächstes Reisziel schon in Augenschein nehmen. Irgendwann bogen wir dann wieder ins Landesinnere ab. Schnell änderte sich die Umgebung und es ging buchstäblich rein in den Dschungel. Es wurde natürlich vorher ein bisschen Affenfutter gekauft, drei kleine Tüten Erdnüsse fanden den Weg in unsere Taschen. Kilometerlang schlängelten wir uns uns durch die Berge und nach kurzer Zeit wussten wir auch warum die Straße Monkey-Forest-Street heißt. Eine ganze Horde von Affen saß rechts und links am Straßenrand und huschten, teilweise echt knapp, über die viel befahrene Straße. (Leider) machten wir natürlich auch hier einen Stopp. Kaum hatten wir angehalten kamen auch schon alle Affen auf uns zu, kein wundern, die haben die Erdnüsse wahrscheinlich schon vier Kurven eher gerochen. Für mich war es echt eine Überwindung, auch wenn ich nur Fotos gemacht habe. Aber so eine ganze Horde direkt vor den Füßen fand ich schon nicht so cool. Aber Benni, Frank & Nicki fütterten die Affen aus der Hand und ich machte Fotos. Die Affen prügelten sich quasi um die Nüsse und fraßen sogar teilweise direkt aus unseren Händen. Als dann endlich alle Nüsse weg waren und wir ein paar coole Affenfotos hatten ging es weiter die Straße entlang. Auf dem Berg befinden sich auch noch einige Wanderpfade und man kann auch mit dem Fahrrad den ganzen Weg wieder runterfahren. Dazu hatten wir vier aber absolut keine Lust wir wollten lieber wieder zurück ans Meer. Wir fuhren noch eine ganze Weile durch den Wald wieder abwärts bis wir quasi wieder in Mataram raus kamen und die Ocean Road wieder Richtung Senggigi hochfuhren. Nach einem kurzen Essensstopp mit Reis, Gado-Gado und Nudeln ging es dann an einen der wunderschönen Strände zum schwimmen, quatschen und sonnen. Da wir noch ca. 1 1/2 Stunden zurückfahren müssen mussten wir uns dann gegen 16 Uhr von den beide verabschieden. Wir hoffen, dass wir irgendwann mal zu einem Besuch an den Bodensee kommen können, es ist immer wieder schön neue Leute kennenzulernen. 

Völlig erschöpft vom ganzen Rollerfahren und der Sonne fielen wir dann Abends ins Bett.

Die letzten beiden (vollen) Tage verbrachten wir mit Strandhopping und Hunde füttern. Wir schauten uns den winzigen Mawi Beach an. Hier wird sehr viel gesurft und der Strand liegt in Mitten von hohen Felsen im Meer. Hier haben vielleicht 50 Leute Platz. Wir fanden es dort nicht ganz so schön, auch, weil man einfach nicht schwimmen konnte, die Wellen waren mordmäßig und das Riff find so früh an, dass man kaum ins Wasser reingehen konnte. Wir schauten hier nur eine ganze Weile den Surfern zu und machten einen Plan für die Weiterfahrt. Es ging für uns weiter zum Pantai Narbung Wasserfall, die haben wir nur durch Zufall im Internet gefunden. Leider hatten wir kein Glück, wir haben ihn einfach nicht gefunden. Klingt für euch wahrscheinlich total bekloppt: „Wie kann man einen Wasserfall nicht finden!?“ - Aber schaut ihn euch mal im Netz an. Der Wasserfall liegt ganz versteckt an einem Felsen im Nichts. Wir holten schon alles aus unserem Roller aus, Benni fuhr über Stock und Stein, mega steile Berge hoch (die ich dann laufen musste weil der Roller einfach nicht stark genug war) und wir schlugen uns durch tiefes Gehölz, kein Wasserfall. Nach einer Stunde suchen kam dann eine gruselige Frau mit Machete auf uns zu (kurz hatten wir Sorge) die uns dann freundlich mit Händen und Füßen erklärte dass es hier nicht zum Wasserfall geht. Nach einem kurzen Fotoshooting und einem kurzen Drohnenflug ging es dann ohne Wasserfall zum nächstgelegen Strand.

Leider haben wir bis heute den Namen nicht rausgefunden aber das war der längste Strand den wir beide je gesehen haben. Der Sand zog sich bestimmt über knappe 3 km. Rechts und Links Felsen und mitten im Meer ragte eine kleine Sandbank nebst Felsen heraus. Niemand außer wir zwei waren hier, niemand, schon ein wenig gruselig. Allerdings wussten wir auch sofort warum hier keiner war. Der gesamte Strand, also die gesamten 2-3 km Sand waren komplett voll mit Plastikmüll, es gab keinen Quadratmeter der nicht mit Flaschen, Tüten, Strohhalmen oder Deckeln übersät waren. So ein wundervoller Ort der einfach durch uns Menschen zerstört wird. Anders als auf den Tourihochburgen wie Bali & Co. räumt hier keiner den Müll weg weil es einfach keine Touris gibt. Den meisten Einheimischen ist es einfach egal (zumal sie für den Meeresmüll auch nichts können, der kommt ja größtenteils von uns) bzw. kennen die mieten die Gefahren des Mülls einfach nicht. Wir konnten also hier auch nicht ins Wasser weil es einfach zu dreckig war, kann man sich kaum vorstellen. Das war der erste nicht so „erfolgreiche“ Tag auf Lombok, aber solche Tage und Erfahrungen bringen uns immer wieder zum Nach-und Umdenken. Wir können die Welt nicht alleine retten aber zumindest können wir sie wieder ein bisschen besser machen.

Am nächsten Tag machten wir uns zum letzten mal auf den Weg zu unserem Lieblingsstrand dem Mawu Beach. Wir spielten mit den Hunden und versorgten sie standesgemäß, wir unterhielten uns mit einigen der Kinder die am Strand Armbänder verkauften und gingen zum Mittagessen in eines der Strandlokale. Dort erfuhren wir dann auch warum die Insel einerseits so leer ist und anderseits warum überall gebaut wird. Lombok hatte vor zwei, drei Jahren ein echtes Tourihoch, es kamen viele Touristen die keine Lust auf die vollen Strände aus Bali haben nach Lombok und das Business boomte, deswegen werden/wurden überall diese riesigen Hotelanlagen gebaut. Leider gab es dann in den letzten Jahren mehrere Erdbeben die teilweise so stark waren das ganze Dörfer zerstört wurden. Der Tourismus ist seitdem völlig eingebrochen weil die Leute „Angst“ vor den Erdbeben haben. Das erklärt auch die menschenleeren Straßen und Strände. 

Das ganze hat natürlich zwei Seiten, es ist traumhaft ganz alleine am Strand zu sein und das findet man nicht mehr so leicht andererseits ist es für die Menschen auf der Insel teilweise super schwer zu überleben wenn kein Mensch die Insel, die Restaurants oder Hotels besucht. 

Wir werden Lombok auch mit gemischten Gefühlen in Gedanken behandeln. Wir haben bis dato noch nirgends so wunderschöne Strände gesehen, haben auch aber auch noch nie so viel Müll auf den Stränden gesehen. 

 

Für uns hieß es nach 6 Nächten dann Abschied nehmen und ich wusste schon vorher das es schwer für Benni wird sich von Mikesch zu verabschieden, der 5 von 6 Nächten bei uns geschlafen hatte. Nach einer großen Kuscheleinheit ging es für uns dann von Lombok für 5 Nächte auf die Gili Insel. Wir wurden direkt an unserem Homestay abgeholt und fuhren mit einem Van nach Senggigi wo wir am Hafen rausgeschmissen wurden. Es war wie im Internet beschrieben, ein riesen Chaos am Hafen, die Boote fahren nicht zu bestimmten Zeiten sonder erst wenn genug Passagiere vor Ort sind. Es kann also schonmal sein, dass man ein paar Stunden am Hafen (an dem nichts ist) warten muss. Wir hatten Gott sei Dank Glück, sodass es für uns nach nur einer Stunde aufs Boot ging. Nach ca. 45 Minuten erreichten wir dann Gili Meno unser erster Stop. Das besondere auf den Gili Insel ist, dass es keine motorisierten Fahrzeuge gibt. Entweder läuft man, fährt mit dem Fahrrad  oder kann (leider) mit einer Ponykutsche fahren. Wir entschieden uns für unsere Füße und machten uns vom „Hafen“ auf den Weg zur Unterkunft, da man die ganze Insel innerhalb von einer Stunde zu Fuß umrunden kann, kamen wir nach 10 Minuten an unseren Bungalow an. Die Besitzerin nahm uns in Empfang und zeigte uns unser Bungalow. Das Bungalow war wirklich riesig, wir hatten einen eigene Kühlschrank eine Terrasse und ein großes Bad. Nach einem leckeren Willkommensshake machten wir uns auf den Weg um die Insel. Wir können euch garnicht so viel von der Insel erzählen wir haben unsere Tage nur am Strand verbracht, haben uns gesonnt, waren schnorcheln, essen und haben unserer Weiterreise geplant. 

Das Bungalow war einfach top , das Frühstück war super und es gab jeden Tag frischgepressten Saft. Wir wären gerne länger geblieben, leider waren die Bungalows komplett ausgebucht. So ging es nach drei Nächten auf die Nachbarinsel Gili Trawangan. Von der ruhigen Honeymoon Insel auf die Partyinsel.  Nach einer kurzen Überfahrt von ca. 10 Minuten kamen wir am Hafen von Gili T. an. Die Menschenmaßen am Hafen haben uns fast erschlagen. An der Promenade reihten sich Restaurant, Bars, Supermärkte und Tauschschulen aneinander. Gott sei Dank hatten wir ein kleines Homestay im Inselinneren gefunden. Auch hier erreicht man alles ohne Motor, nach 10 Minuten kam wir an. Der Besitzer hatte 4 Zimmer und zwei Schlafsäle. Eine kleine super süße und gepflegte Anlage mit tollen, sauberen Zimmern erwartet uns. 

Auf Gili T verbrachten wir unsere Zeit ebenfalls nur am Strand, hier war es allerdings viel voller als auf der Nachbarinsel und wir mussten uns quasi einen freien Platz suchen. Das absolute Highlight auf Gili T war das schnorcheln. Die Insel ist nämlich für Schildkröten bekannt und auch wir hatten mehr als Glück. Man muss relativ weit oben am Strand ins Wasser gehen uns sich einfach treiben lassen, die Strömung zwischen den beiden Inseln ist nämlich echt nicht ohne. Wir haben beide mehrere große grüne Meeresschildkröten gesehen. Teilweise waren diese keine 2 Meter von uns entfernt und grasten am Meeresgrund. Was für eine geile Erfahrung, so nah waren wir ihnen noch nie. Wir waren bestimmt beide 10 mal im Wasser um die Schildkröten zusehen. Auf den Inseln ist es wahnsinnig schwer ins Wasser zu gehen, ohne Wasserschuhe oder Flossen war es kaum möglich, da dass (leider tote) Riff schon am Strand anfängt und man nicht gehen kann (oder auch nicht sollte), die Korallen waren sau scharf und bei Ebbe konnte man fast garnicht mehr rein. Wir haben die Zeit auf den beiden Inseln sehr genossen, da man sich auch hier teilweise (Gili Meno) auf einer einsamen Insel fühlt und die Strände und das Wasser war auch hier grandios. 

Nach Fünf Tagen auf den Inseln ging es dann mit dem Speedboot nach Nusa Penida unserer letzten Insel in Indonesien. 

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Now or Never

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Kommentare: 2
  • #1

    Moni x (Sonntag, 08 September 2019 13:12)

    Indonesien neigt sich dem Ende zu, es war eine nette Einführung in Land und Leute.
    Habe so einiges auf der Karte nachverfolgt und kann nur sagen .....schööööön!
    Weiterhin viel Glück und Freude!

  • #2

    Sabine (Montag, 30 September 2019 18:41)

    Sehr schön � alles beschrieben nur schade das die Umwelt mit der Natur so umgeht . Und Kater Mikesch tut mir leid . Aber ihr beiden habt ja wieder viel erlebt. Klasse �

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