George Town

Unsere letzte Station unserer Malaysia Rundreise war dieses wunderschöne Fleckchen am Meer. Ich will den Teufel ja nicht an die Wand malen aber wir hatten wieder so ein Glück mit unserer Unterkunft, ein relativ neues, super modernes Hotel war unser zu Hause für die nächsten drei Tage. Zum ersten Mal nach viereinhalb Jahren Beziehung schliefen Benni und ich gemeinsam in einem Hochbett, war das aufregend. Das Zimmer war echt sau gemütlich, klein aber fein. 

 

Nach zweieinhalb Stunden auf dem Boot von Langkawi nach Pengang (George Town ist die Hauptstadt von Penang und wurde 2008 zum Weltkulturerbe erklärt.) kamen wir genau in der Mittagssonne an die uns in so einer Stadt immer 50 mal wärmer vorkommt als auf einer Insel. Im Zimmer angekommen mussten wir erstmal unsere Köpfchen und Körper runter kühlen. Dann ging es wie immer als erstes auf die Suche nach Futter, Benni hatte schon bei TripAdvisor einen echten Italiener gefunden, den wir am Abend besuchen wollten, also brauchten wir nur was kleines auf die Hand. Das ist hier in Asien wie ihr wisst wirklich super einfach, man geht raus, biegt um die nächste Ecke und findet alle zehn Meter etwas zu futtern. Es gab eine schnelle Ananas und einen Bananenshake auf die Hand, das sollte vorerst reichen. Wir holten uns schon einmal einen kleinen Einblick von der Stadt bevor wir dann Abends zum Italiener rüber gingen, er war quasi unser Nachbar. Und, wie sollte es anders sein, war auch diese Pizza der absolute Wahnsinn. 

Am nächsten Morgen starteten wir unseren Rundgang durch George Town, ich hatte vorher schon bei einem Reisebloggerpärchen eine Art Schnitzeljagd gefunden, dies war also unsere heutige Aufgabe. Wir schlängelten uns durch enge Gassen, breite Straßen und hakten einen Punkt (in dem Fall Streetart) nach dem anderen auf unserer Liste ab. Die meiste Streetart wurde von dem Künstler Ernest Zacharevic gemalt. Nachdem er anlässlich des George Town Kultur Festivals 2012 eine ganze Reihe von Kunstwerken kreiert hatte erhielt er weltweite Anerkennung. Mittlerweile kann man seine Motive, die teilweise zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregen, nicht nur in Malaysia, sondern auch in Barcelona, Singapur, Lissabon, New York und Hawaii bewundern. Dadurch das wir sowohl in Melaka als auch in Ipoh schon derart viel Streetart gesehen haben, legten wir diesmal unser Augenmerk mehr auf die alten Häuser die sich überall in George Town befinden. Hier gefiel uns ein Haus besser als das andere. Überall versteckten sich kleine Cafés, Kleidungsläden, es gab viele Souvenirshops und ab und an gelangten wir in einen Laden der voll war mit „handgemachten“ Katzenfiguren in allen möglichen Farben und Formen. Hier hätten wir wirklich gerne den einen oder anderen Schlüsselanhänger mitgenommen. Aber wie so oft kommen uns unsere Rucksäcke dabei in die Quere, ansonsten hätten wir wahrscheinlich schon einen ganzen Rucksack voll mit Deko oder irgendwelchem anderen Krims krams. 

 

Wenn man Streetart, Essen und Vintage, fremde Kulturen und tolle Ausblicke liebt dann ist man in George Town auf jeden Fall richtig, die Stadt ist ein wahres Juwel für Entdecker. Bei einem Spaziergang durch die historische Altstadt stößt man immer wieder auf englische Kolonialbauten, chinesische Geschäftshäuser, üppige Tempel, Kirchen und Moscheen, duftende Garküchen und faszinierende Wandgemälde.

Nach gut drei Kilometern und hunderten Fotos kamen wir dann an die Waterfront von Gerorgetown. Vorbei an einem sehr schönen, alten Gebäude mit einem Starbucks drin, einer Uni und einem kleinen Markt erreichten wir dann den Meerarm der Penang vom Festland trennt. Von dort aus hat man einen wunderbaren rundum Blick und uns fiel auf, dass hier auch ein Hochhaus neben dem anderen aus dem Boden gestampft wird, wir gehen davon aus, dass auch das alles Wohnungen werden. Wir folgten einem kleinen Weg direkt am Wasser bis zum nächsten Highlight, der Town Hall.

 

Die Town Hall steht direkt hinter einem wunderschönen Park und ist mit ihren vier Säulen vor dem Eingang ein echt beeindruckendes Gebäude. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit näher ran zu kommen oder hinein zugehen, denn es wurde zu der Zeit gerade alles für ein Festival um- und aufgebaut. Schade, von innen ist sie bestimmt genau so beeindruckend wie von außen. Wir kauften uns bei einem kleinen Obstwagen ein bisschen Obst und machten ein kurzes Päuschen im Park. Malaysia, vor allem die Städte haben wirklich unheimlich schöne Parks und wir fühlen uns immer wohler in den Städten als am Anfang der Reise. So eine Auszeit im Grünen haben wir schon in Deutschland sehr gemocht. 

 

Hier, in dem etwas neueren Stadtteil von Georgetown findet man kaum noch Graffitis dafür aber umso mehr große, teilweise neue oder auch komplett restaurierte Gebäude. Am Hafen, steht zum Beispiel mitten auf einem Kreisverkehr der Jubilee Clock Tower, unter welchem Namen der Queen Victoria Clock Tower auch bekannt ist. Die „Uhr“  wurde anlässlich des sechzigjährigen Thronjubiläums von Queen Victoria 1897 erbaut und ist ebenfalls ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt.

Da es mittlerweile weit nach Mittag war, es unendlich heiß war und wir Hunger hatten, machten wir uns fürs erste auf den Weg zurück ins Hotel. Nach einem kurzen Break ging es dann zu einem Mexikaner an der berühmten Love Lane in George Town, diese Straße ist vor allen Dingen für Kneipen, Bars, Restaurants und Hotels bekannt. Genau das sah man auch, ein Happy Hour Schild hing neben dem anderen und aus jeder Bar dröhnte andere Musik. Mittlerweile gibts so etwas ja in jeder Stadt, es ist einfach cool sich dort an den Straßenrand auf Plastikstühlen zu setzen, etwas zu essen oder ein Bier zu trinken und dem bunten Treiben des Lebens zuzuschauen. 

 

Nach einer Portion Nachos mit Käse und einem kleinen Wrap ging es dann wieder zurück ins Hotel, die Sonne macht einen echt müde und kaputt ( ja ja, Reisen ist anstrengend das können wir euch nun mittlerweile beide unterschreiben). 

George Town ist eine wirklich beeindruckende Stadt, neben den Gebäuden und der Streetart gibt es hier unzählige verschiedene Religionen, hier steht auf der Street of Harmony zum Beispiel eine Moschee neben einer christlichen Kirche, ein chinesischer Tempel neben einem indischen oder hinduistischen Tempel. Diesen Teil hatten wir uns für den zweiten Tag ausgesucht und so machten wir uns nach einem kleinen Frühstück auf die nächste Stadterkundungstour. Heute stand einfach nur treiben lassen auf dem Plan und so gelangten wir auf einmal in das Viertel am Meer in dem die sogeannten Clan Jetties, ein weiteres Highlight, zu finden sind. Eigentlich handelte es sich hier mal um ganz normale Piers doch die chinesischen Clans haben hier herum ihre Häuser auf Stelzen gebaut, was viele Touristen anlockt. Da es keinen Eintritt kostet kann man sich hier gut aufhalten und das Leben der Menschen auf dem Wasser beobachten. Hier scheint die Zeit noch still zustehen. 

 

Nach einem kurzen Abstecher zu einem kleinen Foodcourt ging es für uns mitten durch die Stadt wieder zurück, es ist echt bemerkenswert, man findet hinter jeder Ecke etwas neues zu sehen, sei es Streetart, eine uralte Werkstatt, einen Foodcourt oder eine ältere Dame die an der Straße auf ihrem Fahrrad sitzt und leckeren Nachtisch verkauft. Wir fühlten uns ziemlich wohl in George Town und können verstehen, dass es auch viele Europäer hierher zieht. 

Am Abend gingen wir noch einmal zu dem Italiener essen (quasi als Benni´s Geburtstagsessen) bevor wir dann wieder unsere Sachen packen mussten. Denn am nächsten Tag hieß es für uns Tschüss Malaysia. Wir haben dieses Land völlig unterschätzt und sind so froh das wir doch noch eine Rundreise durch Malaysia eingelegt haben, die wir vorher so garnicht auf dem Plan hatten. Ja und wo es für uns nach Malaysia hingeht wissen die meisten wahrscheinlich schon... Thailand, mittlerweile unser zweites zu Hause. Was wir dort erleben und entdecken erfahrt ihr dann in unseren nächsten Berichten.

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