Life is better... 200 Tage auf Reisen...

Sechs Monate Weltreise

 

Der 10. April 2019, dieses Datum werden wir wohl nie wieder in unserem Leben vergessen. Wie lange haben wir auf diesen Tag hingearbeitet, auf wieviel Dinge haben wir verzichtet um diesen Tag zu erreichen.

Die Einen würden sagen, dass es der Start unserer lang ersehnten Weltreise war und ja das stimmt auch. Aber wir wissen es nach sechs Monaten jetzt genau, es war der Start in unser neues Leben. Was dies bedeutet wussten wir vorher auch nicht und auch wir sind am Anfang mit dem Gefühl aufgebrochen, dass es einfach eine lange Reise um die Welt sein wird. Aber je länger wir nun unterwegs sind umso mehr Länder wir entdecken, je mehr fremde Kulturen wir kennenlernen desto gewisser wird für uns die Erkenntnis, dass diese Reise auch eine Reise zu uns selbst ist. Genauer gesagt stellen wir mit jedem neuen Tag fest, dass uns die Eindrücke und Begegnungen mit den verschiedensten Menschen auch sehr verändern. Das soll keines falls negativ gemeint sein, nein ganz im Gegenteil, wir haben uns zum positiven verändert. Unsere Sichtweisen auf das Leben, die Natur und die Menschen hat sich sehr stark verändert, dass mag klischeehaft klingen aber jeder der solch eine Reise schon erlebt hat wird wissen wovon wir reden.

 

Caro zum Beispiel hat sich nach kurzer Zeit auf der Reise dazu entschieden sich vegetarisch zu ernähren und das nicht weil das Essen nicht schmeckt sondern aus ethischen und umwelttechnischen Gründen. Früher haben wir garnicht daran gedacht uns mit solchen Themen genauer auseinander zu setzen, doch je mehr man reist, desto mehr Menschen lernt man kennen und lernt allerlei Dinge und Sichtweisen auf Gott und die Welt kennen. Sprich, man denkt einfach mehr über sich und seine Umwelt nach, wozu sind wir hier und was kann ich dafür tun die Welt und mein Umfeld ein kleines Stückchen besser zu machen. Umweltschutz ist heute in aller Munde und wir finden auch das es definitiv an der Zeit ist seinen Beitrag zu leisten. Das haben wir auch erst durchs Reisen gelernt denn in Deutschland haben wir in einer Konsumbestimmten und verschwenderischen Welt gelebt, wir nehmen uns da keinesfalls raus und sagen ganz klar, dass wir das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz zwar immer verfolgt haben aber nie so richtig unseren Teil dazu beigetragen haben.

Was wir einfach damit sagen wollen ist, dass uns diese Reise die Augen geöffnet hat, wie wunderschön dieser Planet Erde ist und wie fahrlässig wir mit seinen Ressourcen umgehen. Natürlich muss man für diese Erkenntnis keine Weltreise machen aber uns hat es geholfen die Thematik zu verstehen.

 

Aber genug davon, macht euch einfach selbst ein Bild und entscheidet in weit ihr dieser Einstellung folgen könnt.

Sicherlich ist einer der größten Einflüsse seit Beginn unserer Reise der Kontakt mit unzähligen Einheimischen, Gleichgesinnten Vollzeit-Travelern und digitalen Nomaden. Wir haben so viele Menschen kennen und lieben gelernt, haben neue Freunde gefunden und haben gemerkt wie einfach es ist neue Menschen zu treffen wenn man seine Komfortzone verlässt. Dieser Aspekt ist neben der atemberaubenden Natur und Einzigartigkeit der Länder einer der schönsten Sachen am Reisen.

 

Die Welt ist riesig und klar wir mögen unser Heimatland Deutschland aber die Kulturen in Südostasien sind Fremden gegenüber einfach aufgeschlossener und hilfsbereiter. Das gibt es mit Sicherheit in Europa auch aber wir haben es in unserem Leben dort so noch nicht kennengelernt.

Wir wurden von Familien zum Essen eingeladen die nichts hatten außer ihre Kleider am Leib und die Ziege im Garten (übertrieben gesagt aber ihr wisst was ich meine), wir haben in Homestays geschlafen und wurden von der Familie behandelt als wären wir ihre eigenen Kinder, wir haben Fremde auf der Straße getroffen die uns für ein Lächeln stundenlang durch ihre Stadt geführt haben, wir haben im tiefsten nirgendwo eine Frau getroffen die uns kilometerweit durch den Dschungel geführt hat um uns den Weg zum Strand zu zeigen und all das für ein Lächeln, ein herzliches Gespräch und ein einfaches Dankeschön. Diese und unzählige weitere Begegnungen werden wir niemals vergessen und sie haben uns verändert und uns nachdenklich gemacht.

 

Wieso sind wir in Deutschland so ignorant Neuem gegenüber, wieso verschließen wir die Augen wenn uns ein Fremder grüßt und wieso passieren uns solche Dinge nicht zu Hause? Ehrlich gesagt haben wir keine Antwort darauf gefunden aber wir haben für uns beschlossen, dass wir diese Dinge verinnerlichen und mit offenen Augen und Armen ab jetzt durch die Welt gehen. Wir haben nur dieses eine Leben und was gibt es schöneres als ein nettes Lächeln, einem Händedruck oder einem netten Gespräch mit einer völlig fremden Person. Diese einzigartigen Begegnungen und Momente machen das Leben doch erst interessant.

Achso und übrigens haben wir die meisten Menschen sprachlich nicht verstanden, entweder sprachen sie nicht unsere Sprache oder wir nicht ihre... aber überall auf der Welt gilt Body Language, mit Händen, Füßen und der Mimik kann man sich weltweit verständigen.

Ein Lächeln heißt manchmal Danke, ich mag dich oder auch einfach nur Hallo. Ganz einfach oder?

 

Ja und da sind wir nun. Sechs Monate unterwegs und wir können euch sagen, diese Reise, dieses neue Leben werden wir weiter leben... und warum? Weil wir es lieben, weil es uns glücklich macht und weil es das ist was wir mit unserem Leben anstellen wollen. Natürlich können wir nicht für den Rest unseres Lebens nur reisen, nein dafür reichen unsere Ersparnisse leider nicht aus. Aber auch dafür gibt es eine Lösung und an der arbeiten wir gerade nach und nach.

 

Was heißt das jetzt???

Wir haben gemerkt, dass wir definitiv nicht mehr in unsere alten Hamsterrad Jobs zurück wollen, wobei auch das Hamsterrad manchmal schön sein kann. Das sollte jeder selbst entscheiden. Nein wir wollen unabhängig arbeiten, uns unsere Zeit selber einteilen können, uns den Ort wo und wie wir arbeiten selbst aussuchen können. Ein kleiner Anfang ist gemacht aber einen Schritt nach dem anderen, denn wir wollen ja definitiv erstmal hauptsächlich reisen. Aber der Tag wird kommen an dem sich unsere Ersparnisse dem Ende entgegen neigen und dann haben wir Plan A, Plan B und viele andere in der Tasche. Wir haben einen groben Plan im Kopf und wenn es soweit ist werdet ihr davon als erstes erfahren, wie wir unser Leben wieder finanzieren werden, denn am Ende des Tages muss man genug Geld haben um seine Pläne und sein Leben auch finanzieren zu können. Aber wie alles was wir uns vorgenommen haben wird auch das klappen. Eins steht fest es gibt für alles einen Weg und wer es wirklich will der wird es auch schaffen. Nach diesem Motto leben wir und stehen jeden Tag aufs Neue auf.

 

Fazit :

Zu Hause ist da wo man sich wohl fühlt, Heimat ist da wo die Familie ist und Grenzen setzt man sich nur in seinem eigenen Kopf. Gehe raus trau dich was und mache einfach... ! Alles andere ergibt sich und wenn man hinfällt steht man halt wieder auf. Wichtig ist immer einmal mehr aufzustehen als man hinfällt.

In diesem Sinne auf die nächsten Wochen, Monate und Jahre voller Abenteuer und spannender Begegnungen.

Das war mal ein etwas anderer Bericht als Ihr ihn von uns gewohnt seit, aber uns lag es auf der Seele euch mal von unseren Gedanken zu erzählen. An dieser Stelle möchten wir Danke sagen, Danke an alle die uns folgen, Danke an alle die seit Beginn unserer Reise dabei sind, die später dazugestoßen sind und Danke an alle die wir jetzt vergessen haben... Danke an... Mama & Papa, Oma & Opa, unsere Geschwister, Tante Gaby die verrückte Reisebiene, Adam & Ivonne, Fem & Wouter (only one Uno King...), Blasius, Doggie & Blackie samt Family, Mikesch & Stumpi, die Frau aus dem Dschungel (Name leider vergessen), Mr. Tourguide aus den Highlands, Johnny the English Teacher aus Myanmar, Thailand Herbie, die High Five Brigade von Flores, Captain Sunny, Bloody Ink und den unzähligen anderen netten und hilfsbereiten Menschen denen wir begegnet sind. Danke, ihr macht diese Reise zu etwas unvergesslichem. Bleibt nur noch zu sagen... Have stories to tell not stuff to show...

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