Halong Bucht, Vietnam

Unsere Vietnam Reise startete in Hanoi, nach einem langen Aufenthalt am Flughafen in Bangkok ging es für uns direkt in die Hauptstadt. Am Flughafen wurden wir Gott sei Dank von unserem Hotel abgeholt, der Fahrer führte uns zum Auto, das erste Mal Rechtsverkehr nach acht Monaten, komisches Gefühl. Unser Hotel befand sich mitten in der Altstadt von Hanoi und wir beide wurden ein bisschen erschlagen von den Eindrücken. Hunderte wenn nicht sogar Tausende von Rollern, Autos und Menschen überall wo man hinsah. Nachdem wir unser Zimmer begutachtet hatten ging es direkt raus in den Trubel. Also wir haben viele Menschen erwartet und wir sind ja auch schon einiges gewöhnt, aber das !?! Krass! Wir suchten uns schnell etwas zu essen und nahmen auf einem der zahlreichen Plastikstühle Platz die Mitten auf der Straße standen. Hunderte Menschen saßen hier und tranken Bier, feierten und lauschten der live Musik die aus jeder Ecke dröhnte. Zwei Bier, frisch gezapft kosteten uns gerade mal 0,39€ - ja, genau 0,39€ !!! So viel kostet in Deutschland der Pfand. Wer uns (den einen von uns) kennt weis natürlich das es nicht bei dem einem Bier geblieben ist. Letztendlich lagen wir um zwei Uhr angeschwipst, aber glücklich im Bett. 

 

 

Der nächste Morgen ist ja bekanntlich das schlimmste Übel nach so einem Abend, und ja, so war es auch bei uns. Mit leichtem Kater quälten wir uns dann durch den Vormittag, denn um 14 Uhr ging es für uns nach Cat Ba Island, einer Insel von der man sehr gut die Halong Bucht Tour machen kann. Bis dahin vertrieben wir uns die Zeit in Cafés, aßen unser erstens Banh Mi (Baguette mit verschiedenem Belag) und mussten feststellten, dass der Café hier in Vietnam einfach nur süß ist. Der Kaffee wird zwar frisch aufgebrüht an den Tisch gebracht aber wenn man ihn mit Milch bestellt ist die halbe Tasse voll mit süßer klebriger Kondensmilch.

 

Natürlich hatte unser Bus wieder Verspätung und so ging es eine Stunde später los. Nach drei Stunden erreichten wir dann das "Speedboot" (ein sehr gut gemeinter Name für das Ding in das wir stiegen) auf dem wir zehn Minuten über eine braune Suppe Richtung Insel schipperte, auf der schon unser nächster Bus wartete. Der zweite Bus schlängelte sich dann noch entlang der Küste bis nach Cat Ba Town. Unser Hotel war super, große Zimmer, zentral gelegen und kostet uns gerade mal 7€ inklusive Frühstück! Wow! Am nächsten Morgen ging es dann los auf unsere Halong Bay Tour. Nachdem uns ein Minivan eingesammelt und zum Pier gebracht hatte ging es dann mit ca. 30 anderen aufs Boot. Es gab eine Etage mit Toiletten und Platz zum sitzen und auf dem Deck gab es ein paar Liegen und Sonnenplätze. Nach einer kurzen Einführung durch den Guide ging es als erstes durch die schwimmenden Dörfer. Die Menschen die dort leben haben es (glauben wir) echt nicht einfach. Auf gerade mal 15 m*2 aus Paletten, Stegen auf Plastikkanistern und Seilen befindet sich ein Häuschen, Wäsche, Hunde, Fischernetze und und und... echt Wahnsinn. 

 

Der erste Stop war Monkey Island. Man hatte hier die Möglichkeit auf einen Aussichtspunkt zu klettern, da aber gerade zwei Boote angekommen waren war es uns einfach zu voll und so suchten wir uns lieber ein nettes Plätzchen am Strand. Das Wasser war erstaunlicherweise sauberer als gedacht. Wir fühlten uns ein bisschen zurück am „Strand“. Nach einer Weile stellten wir dann auch fest wieso die Insel Monkey Island genannt wird, unzählige Affen kletterten an Felsen, an einer Hauswand, Blumen und Hölzern entlang. Gott sei Dank blieben sie auf Abstand. Nach 45 Minuten ging es dann weiter durch die riesige Halong Bay.

 

 

Wir schlängelten uns fast zwei Stunden durch diese wunderschöne Landschaft. Das ganze Gebiet besteht aus ca. 1900 Kalkfelsen und Inseln. Was wir sahen war echt ein Traum, kein Wunder, dass die Bucht seit 1994 zum Weltnaturerbe ernannt wurde! Einige Felsen ragen bis zu 100 Meter aus dem Wasser. Man weis garnicht wo man zuerst hinschauen soll, in das türkisfarbene Wasser oder auf die Felsen. Fotos können diese mystische Atmosphäre garnicht einfangen. 

 

 

Unser Kapitän suchte uns zum Mittagessen ein nettes Plätzchen mitten auf dem Wasser in unmittelbarer Nähe der Halong Bucht (die bekannte Halong Bucht ist nur ein kleiner Teil des Gebietes). Wir hatten echt Glück, denn neben uns lagen vielleicht vier oder fünf Boote in der Bucht, die anscheinend zur Hauptsaison sowas von überfüllt ist. Zum Essen gab es eine große Auswahl. Tofu, Muscheln, Hühnchen, Reis, Ei, Frühlingsrollen und Sojasauce. Damit hatten wir nicht gerechnet, es war alles sehr lecker. Frisch gestärkt ging es dann endlich zum Kayak fahren, darauf freuten wir uns schon den ganzen Tag. Also Bikini und Badehose an und ab ins Kayak. Die Bucht aus einer völlig anderen Perspektive erleben...

 

 

Wir fuhren einen breiten Kanal entlang (mit uns noch 30 andere Kanus, aber wir waren die ersten und schnellsten) bis wir auf eine schmale Höhle trafen. 15 Meter lang und 10 Meter breit, das Wasser war ein Traum und als wir hinten raus kamen befanden wir uns mitten in einem riesigen „See“ eingerahmt von hohen Felsen. Aber es wurde noch besser denn wir sahen das sich einige Kanus aus einer Gruppe vor uns durch eine enge Höhle quetschten, da mussten wir hin, auf gehts. Die Höhle war vielleicht zwei Meter breit und hoch, Benni musste echt manövrieren, aber was für ein Wahnsinns Gefühl! Wir paddelten einfach mal durch diese enge Höhle! Auf der anderen Seite erwartete uns eine kleine, wunderschöne Bucht, mitten in der Sonne, blaues Wasser und absolute Stille (der Guide der anderen Gruppe ermahnte mehrmals zur Ruhe, aber aus gutem Grund). Augen zu, Füße und Hände ins Wasser und einfach nur genießen! Es lagen bestimmt 30 Kanus dort in der Bucht aber die Ruhe war inspirirend und hatte was magisches vor dieser atemberaubenden Kulisse.

Nach diesem wunderschönen Moment hieß es zurück zum Boot, denn wir hatten noch einen weiteren Stop eingeplant. An Deck haben wir dann die Sonnenstrahlen genossen und den Ausblick an dem man sich einfach nicht satt sehen konnte.

 

 

Auf anderem Wege ging es dann durch die Felsenlandschaft zurück Richtung Cat Ba Pier. Wir machten noch einen kurzen Stop an einem kleinen Strandabschnitt an dem man schnorcheln und schwimmen konnte, da die Sonne aber schon nicht mehr so warm war, entschieden wir uns an Bord zu bleiben (alles unter 30 Grad ist kalt für uns mittlerweile). Aber das Fleckchen war wirklich schön und wir beobachteten die Anderen beim schwimmen. Langsam ging dann auch die Sonne unter und wir konnten ein wenig die Magie des Sonnenuntergangs auf dem Boot in der Bucht spüren.

Wir sind so froh, dass wir die Tour von Cat Ba aus gemacht haben, es war echt ein Highlight! Abends gab es für uns an der Promenade noch eine Pizza und einen Salat bevor wir am nächsten Tag schon wieder zurück nach Hanoi fuhren. Wir können diesen Abstecher nur dringend empfehlen und werden diese Landschaft so schnell nicht mehr vergessen. 

 

Von Hanoi ging es für allerdings direkt weiter in den Norden Vietnams nach Ha Giang um den weltberühmten Loop dort zu fahren. Was wir dort alles erlebt und gesehen haben erzählen wir euch im nächsten Bericht. Bis dahin werft einen Blick in unser Fotoalbum und genießt den Ausblick...

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Kommentare: 2
  • #1

    Gaby (Mittwoch, 08 Januar 2020 13:23)

    Es ist so herrlich euch zu begleiten, das unbekannte zu erleben und das bekannte wie auch in diesem Fall wieder zu genießen, oder mit anderen Augen zu bewundern. Freue mich immer auf eure Berichte.

  • #2

    Sabine (Montag, 20 Januar 2020 14:29)

    Sehr beeindruckend diese Kalkfelsen einfach wunderschön da . Habt ihr wieder alles toll � für uns beschrieben �

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