Roadtrip Vietnam Part II

Nachdem wir also den berühmten Hai Van Pass gefahren sind und die riesige Stadt Da Nang hinter uns gelassen haben, kamen wir in das berühmte Örtchen Hoi An. Wir hatten über Booking.com wieder eine tolle Unterkunft gefunden. Diese befand sich ein wenig außerhalb von Hoi An auf einer kleinen "Insel" und war nur über eine schmale und klapperige Brücke zu erreichen (Autos müssen einmal komplett außen herumfahren). Die moderne Villa der Gastgeberin bietet vier oder fünft Zimmer, wir bekamen das quasi das Turmzimmer mit großem Balkon, Klimaanlage, geräumigem Bad und einem sehr bequemen Bett. Am ersten Abend machten wir nicht mehr viel, wir fuhren für ein schnelles Essen (diesmal griechisch) in die Stadt und dann ab ins Bett. Uns wurde schnell klar das wir hier länger bleiben wollen und so verlängerten wir unseren Aufenthalt auf acht Nächte. Hoi An ist ein wirklich sehr hübsches und romantisches Städtchen nur leider ist es vollkommen von uns Touristen überlaufen. Wir haben leider nie den richtigen Zeitpunkt gefunden um mal "alleine" durch die Stadt zu schlendern.  Einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten haben wir haben dennoch abgeklappert, z.B. die japanische Brücke, das Old House of Tan Ky aus und die Assembly Hall Of Fujian Chinese. Letzteres hat uns mit am Besten gefallen und war auch lange nicht so voll wie die anderen Sehenswürdigkeiten. Das besondere an dem Städtchen Hoi An ist für uns auch, dass man super schnell am Meer ist. Innerhalb von 10-15 Minuten (wie überall in Vietnam kommt es hier auf den Verkehr an) befindet man sich an einem kilometerlangen und breiten Sandstrand. So verbrachten wir unsere Woche in Hoi An mit Meer, Städtetour, Spaziergängen und leckerem Essen. 

 

Exkurs:

Ein weiteres Highlight für uns war die My Son Tempelstadt die sich ca. 25 km außerhalb von Hoi An befindet. Wir machten uns also früh auf den Weg dorthin um vor allen anderen da zu sein, diesmal hatten wir auch Glück. Mit einer Art Golfcaddy wird man nach dem Eingang zu der Anlage gefahren, was für ein Service. Vom Ausgangspunkt läuft man dann einen vorgegebenen Weg vorbei an den uralten Tempeln. Einige der Tempel kommen aus dem 4. Jahrhundert wurden aber leider während des Vietnamkriegs sehr zerstört, sodass bei einigen Teilen nur noch Bruchstücke zusehen sind und man nur erahnen kann wie es mal ausgesehen hat. Eine wirklich beeindruckende Anlage in mitten eines Waldes, umrahmt von Bergen. 1999 wurde die gesamte Anlage zum Weltkulturerbe ernannt und an jeder Ecke wird gewurschelt und gearbeitet um dies zu erhalten. Für uns hat sich die Fahrt auf jeden Fall gelohnt, wir fanden die Anlage toll. 

 

 

Wir hatten, nachdem wir Hoi An erreicht haben, die Hälfte unserer Strecke geschafft, wow! Daher tat es uns auch gut mal eine Woche an einem Platz zu sein, nicht ständig packen oder schauen wo es etwas zu essen gibt, einfach für eine Woche ein Heim haben und so verließen wir Hoi An mit vielen guten Eindrücken, einer tollen Bekanntschaft mit der Gastberberin und mit vollen Batterien. Genau das brauchten wir auch, denn es stand die für uns die längste Etappe auf dem Plan, knapp 300 km ging es von Hoi An nach Qui Nhon. Das schöne an der fast acht Stunden langen Etappe war, dass wir zu 80 % die ganze Zeit am Meer entlang gefahren sind. Wir machten viele Fotostops, tranken leckeren Vietnamesischen Kaffee direkt am Wasser und genossen ein frisches Banh Mih am Straßenrand, dass sind die kleinen Dinge die diese Tour ausmachen auch wenn sie anstrengend ist. Kurz vor unseren Ziel wurde es dann echt skurril, wir fuhren bestimmt 20 km lang über ein Straße dessen Ende man nur erahnen konnte und ringsherum gab es nichts außer Sand, Baustellenfahrzeuge, weitere Straßen die im Nichts endeten und Zäune die irgendwelche Bauprojekte abschirmen sollten. Uns kam es so vor als wenn dort eine komplett neue Stadt aus dem Boden gestampft wird. Die Straßen sahen aus wie in einem Freizeitpark, überall hübsche Laternen, tolle Sträucher, Bäumen und Palmen, aber es gab einfach nichts wohin diese Straßen führten. Gegen 16 Uhr erreichten wir dann endlich das Küstenörtchen Qui Nhon. 

 

 

Zu Qui Nhon können wir nicht wirklich viel schreiben, denn hier gab es einfach nichts. Es war sogar schwer für uns Abends etwas zu essen zu bekommen, die meisten einheimischen Läden verstanden einen nicht (was eigentlich nicht schlimm ist, aber "kein Fleisch" ist auch in Body-Language" schwer) und westliche Restaurants waren echt rar. Wir entschieden uns aber kurzer Hand für einen Pub von einem Engländer bei dem wir zumindest einen Burger, Salat und Bruschetta bekamen, das reichte uns für den ersten Abend.  Die Stadt besticht durch eine endlose Promenade inkl. Strand. Wir spazierten viel um die müden Knochen mal wieder in Bewegung zu bekommen und verpassten unseren mittlerweile wieder weißen Körpern ein wenig bräune inkl. einem Strandfotoshooting. Da Qui Nhon für uns quasi nur ein Zwischenstopp war verließen wir die Stadt nach zwei Nächten wieder. Am Tag der Abreise stellte Benni dann fest, dass wir zum ersten Mal auf der langen Tour einen Platten hatten. Gott sei Dank weis jeder fünfjährige in Vietnam wie man Reifen wechselt und so wurde der Hoteleingang kurzerhand zur Werkstatt umgebaut und unsere Reifen gewechselt. Das Ganze kostete uns dann umgerechnet 2 €. Mit einem frischen Reifen ging die Fahrt also weiter, Ziel war der nächste Küstenort: Nah Trang. 

 

 

Es standen wieder knapp 200 km Küstenstraße vor uns, ein Traum, die Küste von Vietnam ist echt nicht zu unterschätzen, klar es ist gibt hier kein Thailand-High-End-Wasser, aber es gibt Sandstrände soweit das Auge reicht, Palmen, nette (wenn auch nicht viele) Unterkünfte und es is einfach wenig los. Wer also einen ruhigen Strandurlaub machen will sollte Vietnam nicht außer acht lassen.

 

In Nah Trang angekommen hatten wir das erste Mal richtig Pech mit unserer gebuchten AirBnB. Wir bekamen nach Bestätigung nicht eine Nachricht, wir dachten uns aber : "Okay ist ja bestätigt, fahren wir einfach mal hin". Vor Ort angekommen stand uns eine Dame gegenüber die wirklich kein einziges Wort englisch konnte und uns immer ihr Telefon in die Hand drückte, uns wurde dann unter lautstarkem Protest der Frau zweimal ein falsches Zimmer gezeigt (wir hatten einen Balkon gebucht, die Zimmer hatten nicht mal ein Fenster). Da die Dame kein Wort verstand und dann auch noch zickig wurde drehten wir uns um und gingen. So hieß es dann allerdings wieder: Unterkunft suchen. Dies gestaltete sich allerdings echt schwierig, denn auf Grund des chinesischen Neujahrs (Tet) war fast alles ausverkauft und wenn nicht, dann war es ultra teuer. Eine Wohnung fanden wir dann allerdings doch, nicht ganz im Budget, aber es blieb uns einfach nichts anderes über. Die Wohnung befand sich in einem Hochhaus direkt am Strand mit Blick aufs Meer. Nach einer Weile schauten wir uns beide an und stellten erneut fest, dass auch das wieder nicht die Wohnung ist die wir gebucht haben (Ahhhhhhhhhhhh). Um es kurz zu machen, nach einer Nacht in der falschen Wohnung ging es für uns nun in die dritte und damit finale Wohnung und die war wirklich gemütlich. Aus dem Bett konnten wir das Meer sehen, selber kochen, gemütlich sitzen und arbeiten, perfekt, Gott sei Dank! An dem Abend gab es erstmal eine Pizza, Bruschetta, Pasta, eine Flasche Wein, Espresso und Nachtisch - Ciao.

 

 

Nah Trang ist wie Qui Nhon eine Küstenstadt nur viel viel größer, hier reiht sich ein Hochhaus ans andere, viele Touristen, viele Restaurants und unendlich viele Roller und Autos. Als wir am zweiten Tag einkaufen fuhren entdeckten wir auf dem Hinweg eine wunderschöne Pagode, die wir uns natürlich gleich anschauten. Der Buddha an der Spitze der Long Son Pagode thront über ganz Nah Trang und man hat einen wundervollen Ausblick über diese riesige Stadt. Auch diese Pagode, so wie eigentlich der ganze Rest der Stadt, war geschmückt mit Blumen. Die ganze Stadt erstrahlte in frischem gelb, dunklem rot und strahlendem grün, eine echt schöne Tradition zum chinesischen Neujahr. Wir konnten mal wieder die eigene Küche, den wundervollen Blick aus unserem Schlafzimmer und den Strand genießen. Es gab jeden Tag frisches Obst von den Ladies an der Straße und reichlich Sonnenschein. An einem Nachmittag am Strand wurden wir von einem Mädel auf unserer Tattoos angesprochen und zack fünf Minuten später saßen wir zu viert mit acht Bier am Strand und unterhielten uns über Gott und die Welt. Mit Adam und Ella (aus North Carolina) verbrachten wir die nächsten Abende und Tage.  

 

 

An einem Morgen beschlossen wir uns gemeinsam den Ba Ho Wasserfall anzuschauen der knapp 40 km nördlich von Nah Trang liegt und alleine die Fahrt dort hin war wieder ein Erlebnis!

 

Am Wasserfall angekommen wandert man vom Parkplatz aus gut einen Kilometer entlang des Flusses an dem man immer wieder baden kann, in Sonnenliegen chillen kann oder an einem netten Restaurant einen Kaffee trinken kann. Der ganze Pfad ist total schön gestalten man findet immer wieder selbstgebaute Häuschen, Statuen oder Klettermöglichkeiten im Wald oder am Wasser. Nachdem man den Wald hinter sich gelassen hat befindet man sich in Mitten des Wasserfalls, das Areal zum schwimmen und klettern besteht aus 3 "Pools", da die ersten beiden recht voll waren entschieden wir uns für den letzten und mussten an teilweise abenteuerlichen Konstruktion die Felsen hochklettern. Dann ging es endlich für uns in kühle Nass, eine willkommene Abwechslung zum warmen Meerwasser, denn das Wasser war wirklich eiskalt. Netter Nebeneffekt in diesem Naturpool ist die gratis Fischmassage, andauernd knabberten kleine Fische an uns herum. Wir verbrachten fast den ganzen Tag am Wasserfall, tranken Bier, aßen ein paar Kleinigkeiten und genossen die Ruhe am kühlen Nass. Nachmittags trennten sich dann erstmal unserer Wege bis wir uns am Abend zu einem letzten Bier und einer leckere Pho Suppe trafen. Dort entstanden dann auch die Pläne für die Weiterreise, wir fuhren am nächsten Tag nach Da Lat und sollten die beiden dort auch wieder treffen.

 

 

Es hieß also wieder Sachen packen, Motorrad packen, aufsitzen und los. Durch Zufall hatte ich am Abend vor der Abreise über unsere anstehende Strecke gelesen und das diese ein Highlight für alle Motorradfahrer sein soll. Von NN ging es durch eine ganz spezielle Vegetation, die sich sonst außer in den Gebirgsgebieten Nördlich Hanois nirgendwo im Land finden lässt, auf knapp 1.500 Metern. Traumhafte Passstraßen winden sich über viele Kilometer hinauf bis zum Langbian Plateau. Hier oben mischen sich tropische Vegetation mit Nadelbäumen, endlosen Blumenfeldern und Teeplantagen. Dank der steilen Straßen und der dünner werdenden Luft kämpfte sich unser Motorrad sehr gemächlich gen Stadt. Das spannenden an solchen Straßenabschnitten ist für uns immer jeder Blick hinter die nächste Kurve, da man nie weis was einen erwartet. Neben dem Blick von oben auf die schon gefahren Strecke begeisterte uns hier vor allen Dingen die Vielfalt der Natur.

 

 

In der Stadt angekommen wird schnell klar, wieso Da Lat so viele Reisende aus aller Welt und besonders frisch vermählte Paare anlockt. Französische Bauwerke aus der Kolonialzeit mischen sich mit Fachwerk und prunkvollen Villen wohlhabender Vietnamesen, die in Da Lat ihr Wochenenddomizil gefunden haben. Einige Häuser die hier stehen könnten auch bei uns in z.B. Frankreich, Spanien oder in einem Skigebiet stehen. Unzählige Grünanlagen, Seen und Parks prägen das Bild der Stadt und lassen unverzüglich Urlaubsfeeling aufkommen. Zusätzlich hatten wir eine traumhafte Unterkunft, wir schliefen in einem von vier Zimmer die sich auf einem tollen Grundstück einer Familie befanden. Wir wurden täglich mit frischem Obst und leckerem Gemüse versorgt und fühlten uns gleich wohl. Da Ich, Caro, leider ein bisschen angeschlagen war, machten wir die ersten zwei Tage nicht viel außer einkaufen. Das stellte sich allerdings als ein größeres Problem herausstellte als gedacht, denn auf Grund des Neujahrs machten an dem Tag alle Geschäfte um 14 Uhr zu, was wir nicht wussten. So standen wir um 13:55 Uhr vor geschlossenen Türen und mussten notgedrungen Essen gehen - garnicht so blöd da wir wieder einer sau leckere Pizza gefunden haben. Alles also halb so wild. Die Stadt war an den Tagen einfach nur voll mit Menschen (obwohl alle Läden zu haben). Die Leute saßen am Wasser, picknickten, die Kindern spielten und die Erwachsenen hörten Musik und unterhielt sich. Der Feiertag ist einer der höchsten Feiertage in Asien. 

 

 

Am dritten Tag ging es mir dann wieder so gut, dass wir uns vornahmen die Stadt zu Fuß zu erkunden. Nach einem leckeren Frühstück mit Früchten, Müsli und Kaffee gingen wir voller Tatendrang einfach drauf los. Wir schlenderten am See und in der Stadt entlang, beobachteten die frisch Verliebten in ihrem Schwan Tretboot, begutachteten die unzähligen Blumen am Straßenrand (nicht umsonst wird Da Lat auch die Stadt der Blumen genannt und schlenderten durch enge Gassen mit wunderschöner Streetart  in denen wir uns wie in Lissabon fühlten. Es standen schon fast 10 Kilometer auf meiner Uhr und wir mussten noch ein ganzes Stück zurück zur Unterkunft laufen. Nach einem Kaffee am Vormittag entschieden wir uns für eine kleine Zwischenmahlzeit in einem der hippen Kaffes in Da Lat. Für uns ging es allerdings zu einem eher europäischen Kaffee, wir bestellten Coconutkaffe (den habe ich hier lieben gelernt) eine Mango-Bananen-Smoothie-Bowl und für Benni einen Schokoladenkuchen und, nachdem er den verdutzen Blick des Kellners sah als er nach einer Cola gefragt hat (es war eine veganes/hippes/bio Restaurant) einen Eiskaffee.  Die letzte Station unseres heutigen Spaziergangs war die Da Lat Cathedral die auch eher an eine europäische Großstadt erinnert als an Vietnam. Völlig fertig und mit heißen Füßen kamen wir nach insgesamt sechs Stunden laufen wieder in unserer Unterkunft an in der wir nach einer Dusche einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher verbrachten.

 

 

Heute stand wieder eine weitere Fahrt zu einem Ausflugsziel an. Ziel war der Pongour Wasserfall knapp 50 km südlich von Da Lat. Der Wasserfall liegt in einem bewaldeten Landstück und man muss eine kleine Parkanlage durchqueren, um an sein Ufer zu gelangen.  Der Wasserfall ist einer der breitesten den wir bislang gesehen haben, über 40 Meter stürzt das Wasser in die Tiefe. Da wir in der Trockenzeit dort waren befand sich nicht so viel Wasser in dem Becken, aber wir waren beim Anblick des Wasserfalls nicht enttäuscht. Bei angenehmen Temperaturen kann man sogar, wenn denn genug Wasser vorhanden ist, am Fuß des Wasserfalls in einem großen Wasserbecken schwimmen. Als wir vor Ort waren saßen einige Kids am Wasserfall, grillten, hörten Musik, spielten Karten und genoßen die freien Tage.  Für uns war die Fahrt dorthin allerdings "nur" für einen Wasserfall einfach zu lang, dass kann natürlich auch daran liegen das wir schon seit einem Monat auf dem Motorrad sitzen. Abends statteten wir Adam & Ella noch einen Besuch in Ihrer AirBnB ab um uns zu verabschieden.  Für uns ging es nämlich am nächsten Tag weiter zur vorletzten Etappe unserer Tour.

 

 

Letzte Station vor unserem großen Ziel war der Nationalpark Cat Tien. Auf diese Zwischenstation sind wir nur durch Zufall gekommen und wir buchten gleich vier Nächte.  Nach einer diesmal relativ langen Fahrt über den Highway ging es durch die brütende Hitze in Richtung Nationalpark. Je weiter wir in den Süden kamen desto heißer wurde es, wir hatten mittlerweile knapp 37 Grad um die Mittagszeit an die wir uns erstmal gewöhnen mussten. Leider hatte unser Host unser Zimmer für die Nacht auch noch doppelt belegt und wir mussten zu unserem großen Leid auch noch in einem Raum ohne Klimaanlage schlafen, die erste Nacht war also sehr kurz. Am nächsten Tag kam noch hinzu, dass wir ingesamt 60 km gefahren sind um an Geld zu kommen, alle ATM´s in der "Nähe" waren leer und der letzte auf unserer Liste war einfach mal 30 km entfernt. So war der erste Tag hier auch schnell vergessen. Nachdem wir dann endlich in einem wohl temperierten Zimmer schlafen konnten machten wir uns am dritten Tag voller Vorfreude auf den Weg Richtung Park.  Von unserem Hotel aus mussten wir nur ca. 200 Meter zur Fähre gehen, die einen auf die andere Seite des Flusses brachte. Dort angekommen gab es dann leider den ersten Dämpfer 10 € für zwei schrottige Fahrräder plus knapp 20 € für das Ticket zum Crocodil Lake !! Das haben wir uns anders vorgestellt...! Wir bissen aber in den saueren Apfel, zumal wir nur wegen dem Park hier waren. Wir fuhren also mit den größten Mühlen aller Zeiten über eine Schotterpiste und das für 10km (klingt nicht viel denkt ihr, aber wer auf solchen Fahrrädern über solche Straßen muss denkt anders - in Gedanken an unsere lieben Eltern mit den Mountainbike-EBikes :-) ). Naja, wir sind auf jeden Fall angekommen am Startpunkt des Trails zum Crocodile Lake der noch einmal 5 km durch den Dschungel führte, diesmal allerdings zu Fuß. Die Natur ist echt beeindruckend, wir hörten lauter Tiergeräusche, summende Bienen, hungrige Affen und das eine oder andere mal kreuzte auch eine kleine Echse unseren Weg. 

 

 

Angekommen am sogenannten Crocodile Lake dann die nächste Enttäuschung, vorerst keine Crocodile. Allerdings war auch hier der Blick über den See in die Ferne ein Traum, soweit das Auge reicht nur unberührte Natur. Wir hockten bestimmt eineinhalb Stunden in einem Häuschen und starrten auf das Wasser ob nicht doch irgendwo ein Kopf aus dem Wasser ragt. Auf einmal allerdings flog aus dem Nichts ein riesiger Monstervogel an uns vorbei, wir wissen leider nicht was er war, er ähnelte ein wenig einem Pelikan (aber Pelikane in Vietnam? Ich weis nicht...). Auf jeden Fall war er riesig und wir freuten uns wie zwei kleine Kinder doch noch ein wildes Tier vor unsere Kameralinse zu bekommen. Als wir unsere Sachen packten und gerade den langen Rückweg antreten wollten rief auf einmal ein Herr "Crocodile" und wir gingen doch nochmal rasch Richtung Wasser und da war es, endlich, ein Krokodil direkt an einem kleinen Bootssteg. Ende gut, alles gut. Das Krokodil-Foto war also auch im Kasten und wir konnten guten Gewissens die Rückreise antreten. Fazit: Der Eintritt ist trotzallem einfach viel zu hoch für das, was einem "geboten" wird. Klar kann keiner die Natur und die Tierwelt beeinflussen und es gibt auch keine Garantie für so etwas, aber alleine die Tatsache mit den Fahrrädern und den Wegen hat uns einfach geärgert. Völlig kaputt fielen wir Abends ins Bett und verbrachten den nächsten Tag im Zimmer um einige liegengebliebene Dinge aufzuarbeiten. 

 

 

Dann stand er an, der letzte Tag unserer Motorradtour durch Vietnam. Es ging für uns noch einmal knapp 150 km durch Berge und über den Highway in Richtung Hauptstadt, in Richtung Saigon. Die Strecke war nicht wirklich schön, die meiste Zeit fuhren wir über einen vierspurigen Highway. Und dann passierte es, 3 km vor unserer AirBnb wurden wir dann schließlich von der Polizei angehalten zum ersten mal auf der ganzen Reise in Vietnam. Es passierte genau so wie es uns erklärt wurde, wenn die Polizei einmal deinen Pass oder ähnliches in der Hand hat halten sie dich fest, genau so auch bei uns, wir haben nichts falsch gemacht sollten aber Geld zahlen - Gott sei Dank hatten wir "Kleingeld" in der Tasche und so ließ der gute Mann uns nach 10 Minuten weiterfahren - oh man! 

 

7 Wochen, 49 Tage, 3200 km später und gaben wir unser geliebtes Motorrad wieder ab, sammelten unser restliches Gepäck ein und freuen uns nun auf unseren Besuch aus Deutschland und auf ein paar Wochen auf Inseln und am Meer. Vietnam hat uns von vorne bis hinten begeistert!

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