Kamdoscha´s Inseln

Wow, so schnell sind drei Wochen vergangen in denen wir nicht ein einziges Wort zu unserer Reise geschrieben haben. Kambodscha stand für uns eigentlich überhaupt nicht auf dem Plan, doch abschließend sind wir sehr froh das wir dieses Land doch noch bereist haben. Mit unserem zweiten Besuch aus Deutschland haben wir die beiden bekanntesten Inseln von Kambodscha Koh Rong Samloem und Koh Rong besucht bevor es für uns über die Hauptstadt Phnom Penh nach Siem Reap ging.

 

Aber von vorne, da der Weg von Hoi Chi Minh Stadt auf die Insel Koh Rang Samloem zu weit und zu lang war legten wir noch einen kuren Zwischenstopp in Kampot, Kambodscha ein. Nach knapp einem Jahr Weltreise gingen wir zum ersten Mal zu Fuß über eine Grenze. Unser Bus ließ uns auf der vietnamesischen Seite raus, wir durchquerten ca. 600 Meter "Nomansland" bis wir dann unsere Füße auf kambodschanischen Boden setzten. Schon irgendwie ein komisches Gefühl, aber es ging alles ganz schnell und so hatten wir den nächsten Stempel im Pass. Als wir dann nach ca. drei Stunden in Kampot ankamen war ich sofort begeistern von der Stadt, etliche alte französische Gebäude standen an einer wunderschönen Promenade nebeneinander.  Unser Unterkunft lag drei km nördlich von der Innenstadt und so buchten wir uns erstmal ein Tuk Tuk und fuhren über eine endlose Sandstraße Richtung Homestay und das war der absolute Wahnsinn. Wir hatten ein riesiges, sauberes Zimmer, wir konnten uns Mangos direkt vom Baum pflücken, es gab super leckeres kambodschanisches Essen und Frühstück und zudem war die Besitzerin auch total freundlich. So kam es, dass wir die Unterkunft bis auf einen kurzen Abstecher in die Stadt für die nächsten Tage nicht verließen. 

 

 

Die Unterkunft lag direkt an einem großes Flusssystem auf dem man wunderbar Kayak fahren konnte. Wir entschlossen uns also für einen Tag eine Kanutour zu machen. Die Tour war echt ein Traum, wir schlängelten uns eine Stunde lang durch enge Flussarme, durchquerten größere Passagen, fuhren an Fischerbooten vorbei, sahen wunderschöne Unterkünfte direkt am Wasser und machten auch einige Begegnungen mit ein paar gruseligen Quallen im Wasser. Wir tranken mitten auf dem Fluss ein paar Bierchen und genossen die Zeit auf dem Wasser. Nach ca. einer Stunde passierte uns dann der worst case auf unserer Reise. Ich übernahm für eine kurze Zeit das Steuer und fuhr aus Versehen in ein paar kleine Äste, Benni hatte sich daraufhin so erschrocken das wir samt GoPro in die ekelige Brühe fielen.  Gott sei Dank hatten wir unsere Freunde dabei andererseits hätten wir das Kanu nicht mehr umgedreht bekommen. Wir waren also Klatsch nass, voll mit Dreck und unsere zweite GoPro auf unserer Reise war auch futsch. Nach einer kurzen Heulattacke meinerseits (ich heulte mehr wegen dem ekeligen Wasser als wegen der Kamera ;-))  ging es dann zurück zum Hostel. Der Abend endete dann mit einer Menge Bier und einer gefühlt ewig andauernden UNO-Runde. 

 

 

Leicht gerädert ging es für uns am nächsten Tag mit dem Bus weiter. Erster Stopp war die wohl hässlichste Stadt in ganz Südostasien. Wir hatten vorher schon auf Instagram gehört das Shinakouville ein "Loch" sein soll, doch es war noch schlimmer als wir es uns vorgestellt haben. Überall waren die Straßen offen, überall standen riesige Baukräne, es war heiß, dreckig und laut. Gott sei Dank war die Stadt für uns nur das Sprungbrett auf die Insel. Mit der Fähre ging es für uns auf die Insel Koh Rong Samloem. Endlich wieder Sand unter den Füßen, endlich wieder das Inselfeeling genießen und endlich wieder wunderschönes, blaues Meer. Wir hatten uns für die nächsten fünf Tage zwei Bungalows (eins für die drei Jungs, eins für uns) quasi direkt am Strand gemietet, wir standen morgens auf und konnten nach knapp 50 Meter direkt in die Fluten springen, herrlich. Unsere Tage auf der Insel bestanden also aus schlafen, essen und schwimmen. Das Essen auf der Insel war ein Traum, ich hatte ein bisschen Sorge vor dem Essen in Kambodscha, aber sowohl die einheimische Küche, als auch das westliche Essen war echt sau gut, zudem war auch das Bier sehr gut und günstig, sodass wir den einen oder anderen Abend am Strand vor unseren Hotel versackt sind. Aber so ist das eben wenn man Besuch hat. 

 

 

Die Insel Samloem hat wunderschöne Strände. An einem Tag besuchten wir den Lazy Beach. Dieser befand sich auf der anderen Seite der Insel. Da die Insel allerdings sehr klein ist erreichten wir die andere Seite nach knapp einer halben Stunde Marsch durch den Dschungel. Auf unserem Weg dorthin begegneten wir (natürlich) einer Horde wilder Affen die hoch oben in den Bäumen die ganzen Früchte und Blätter abnagten. Angekommen am Lazy Beach kamen wir fünf kaum aus dem Staunen raus, der Strand war der absolute Hammer, eine Bungalowanlage, ein Restaurant und sonst nichts. Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen und verbrachte den ganzen Tag am Strand. Wir genossen die Zeit mit einer kühlen Wassermelone, chilliger Musik, netten Gesprächen und vielen Schwimmeinheiten. Der kurze Schnorchelausflug war für uns eher enttäuschend, aber das liegt wahrscheinlich daran das wir schon so viele schöne Spots gesehen haben und es hier für uns einfach nichts zusehen gab. 

 

 

Nach einer kurzen und verhältnismäßig kühlen Nacht (wir hatten keine Klimaanlage aber in der Nacht kühlt es auf den Insel schon ordentlich runter) machten wir uns am nächsten Tag wieder auf den Weg zur anderen Inselseite , diesmal allerdings zum Sunset Beach. Ja und was soll ich euch sagen, dieser war noch schöner als der Lazy Beach. Hier standen nur ein paar Zelten in den Bäumen und im Sand die man mieten kann, eine Tauchschule und ein kleines Restaurant. Wir konnten es fast nicht glauben, aber das Wasser und der Strand waren wie gemalt. Ähnlich wie den Tag zuvor aalten wir unsere Körper den ganzen Tag in der Sonne und im Wasser. Aber was macht man auch anderes auf einer Trauminsel. 

 

 

Am nächsten Tag wechselten wir die Insel und es ging von Samloem auf die "große" Koh Rong Insel. Mit einem Speedboot welches sich bei Ankunft am Peer als normales Longtailboot entpuppte ging es in knapp 1:30 h (anstatt 45 Minuten) auf die Nachbarinsel. Dort angekommen erwartete uns ein völlig anderes Bild als auf der kleinen Insel. Auf Koh Rong konzentriert sich alles auf einem Fleck und das direkt am Peer, hier stehen bestimmt 10 - 12 Restaurants, Tourenschalter, kleine Supermärkte und Fruchtstände direkt nebeneinander und danach folgt nichts. Unsere Unterkunft befand sich auf einem Hügel und so mussten wir erstmal bei gefühlten 35 Grad mit unserem gesamten Gepäck den Hügel erklimmen. Wir waren uns alle sehr schnell einig das jeder Weg runter gut überlegt sein muss. Auch diese Unterkunft war herrlich, aus unseren Bungalows hatten wir einen wunderbaren Blick über den Peer, den Strand und das Geschehen unter uns. Die nette Dame von der Anlage erklärte uns anfangs ein paar Regeln, denn wir befanden uns mitten im Dschungel und so dauerte es auch nicht lange bis wir die ersten Affen zu Besuch hatten (juhuuuu...). Auch hier verbachten wir die Tage eher ruhig, mit Strandbesuchen, leckerem Essen (wir hatten wieder mal eine sehr gute Pizza) und vielen Fruchtshakes. Die Strände und das Wasser kamen dem auf der kleinen Insel sehr nahe. 

 

 

Auch hier hat man die Möglichkeit auf die andere Seite der Insel zu wandern, der Weg war allerdings ne ganze Nummer härter und länger als auf der kleinen Insel. Kai, Benni und ich gingen einmal quer durch den Dschungel, nach den ersten (gefühlten) 100 Stufen wollten wir schon wieder umdrehen, denn es war super heiß und im Dschungel ist es immer noch wärmer. Der Weg wurde immer schöner, wir schlängelten uns über einen schmalen Pfad nach oben, bis es auf der anderen Seite steil wieder bergab ging und wir teilweise klettern mussten. So wie der Weg aussah wird er auch nicht oft benutzt - ein Glück für uns. Der "Long Beach" war für uns allerdings eher eine Enttäuschung, also nein, was heißt Enttäuschung, er war riesig, hatte weißen Puderzuckersand und blaues Wasser, aber er war lang nicht so schön wie die anderen. Trotzdem verbrachten wir hier den halben Tag. Gegen Mittag kam dann auch unser anderer Freund Zoki zu uns, der Arme nahm allerdings den falschen Weg und war fast doppelt so lang unterwegs wie wir. Zurück ging es für uns mit dem Auto über eine buckelige Sandpiste die in den nächsten Jahren zu einer Straße ausgebaut werden soll. In 15 Minuten erreichten wir wieder die andere Seite und mussten "nur noch" den Berg erklimmen. 

 

 

Nach zehn wundervollen Tagen auf der Insel ging es für uns leider wieder zurück ans Festland. Nach einem viiiieeeeel zu langen Aufenthalt in Shianakouvill (wir warteten fast 3 Stunden auf unseren Bus) ging es für uns in die Hauptstadt Phnom Penh.

 

JustBackpacker

Now or never

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Hier noch mehr von Uns!

 Kontakt

info@justbackpacker.de

JustBackpacker

Dein Reiseblog zu den Themen Weltreise, Roadtrips & mehr...

> zum Blog