Vang Vieng - Viewpoint und die blaue Lagune

 

Nach vier Nächten in der Hauptstadt Vientiane ging es für uns (endlich) in den Norden von Laos auf den wir uns ganz besonders gefreut haben.

 

Aber kurz zur Hauptstadt von Laos, Vientiane ist wirklich schön, die Stadt besticht durch einen Mix aus Moderne und Tradition, im Stadtkern gibt es unzählige schöne Tempel, Pagoden und Museen. Alles haben wir an einem Tag zu Fuß erkundet und sind dabei knapp 20 km gelaufen. Neben der Altstadt und Tempel gibt es hier auch eine wunderschöne Promenade an der jeden Abend ein Nachtmarkt stattfindet, sich die Leute zum Sport treffen, es gibt Spielplätze für Kinder und ein paar schöne Restaurants direkt am Ufer vom Mekong. Wir schelnderten jeden Abend an der Promende entlang, bestaunten die riesigen Gruppen von Menschen die bei laut dröhnender Musik gemeinsam Sport machten während wir unser Essen vom Nachtmarkt futterten. Das nennen wir mal Solidarität.

 

 

Nach Vang Vieng ging es innerhalb von vier Stunden. Nachdem wir am Anfang zweimal den Bus wechseln mussten, fuhren wir dann entspannt mit einem großen, leeren Bus in die Berge. Gefühlt saßen hier 90% Deutsche im Bus, immer witzig wenn man den Gesprächen lauschen kann, ohne das die Leute merken das man sie versteht. Je näher wir kamen umso spannender, steiler, enger und staubiger wurden die Straßen. Die Landschaft wurde wie erhofft immer schöner, grüner und bergiger. Die gesamte Stadt Vang Vieng ist von Bergen umgeben und hat aus jedem Blickwinkel eine fantastische Sicht! Wie schon in Don Det kamen wir auch hier passend zum Sonnenuntergang an, perfekt! Unsere Unterkunft war wunderschön, hatte einen riesen Pool in eine tolle grüne Anlage und auch unser Zimmer war gut, ein riesiges Bett und ein nettes Bad. Genau das Richtige für die nächsten fünf Tage. Wir suchten uns Abend noch schnell ein Restaurant und dann ging’s ab ins Bett.

 

Am nächsten Tag machten wir uns zu Fuß auf den Weg in und durch die Stadt. Vang Vieng ist nicht groß und hat auch nicht viel zu bieten , dennoch sieht man zu Fuß immer mehr als auf dem Roller oder im Taxi. Wir entdeckten kleine Tempel, tolle Cafés und Bäckereien (der Norden von Laos ist bekannt für seine Backwaren) und liefen am Fluss zurück in Richtung Unterkunft. Früher war diese kleine Städtchen bekannt für Tubing und leider auch für Alkohol und Drogenexzesse, bei denen in den letzten Jahren Leute umgekommen sind. Das war der Auslöser für die Stadt das Ganze zu unterbinden, gut für die Stadt und die Leute, die Touris kommen trotzdem.

 

Am Wasser findet man ebenfalls Restaurants und Cafés, in einigen kann man sogar mit den Füßen im Wasser sein Essen oder sein Café genießen kann. Anders als gedacht war es hier wieder extrem heiß, mittags stieg das Thermometer locker wieder auf 36-38 Grad und so ging es Mittags zurück ins Hotel und an den Pool.

 

Abends entscheiden wir uns für das selbe Restaurant wo wir am Abend vorher schon waren, es war sau lecker und echt günstig . Die Dame servierte uns zwei astreine Currys mit Reis. Als kleines Geschenk gab es für uns dann noch einen kühlen Ananasshake als Nachtisch.

 

 

Von unseren lieben holländischen Freunden (die wir in Myanmar kennengelernt haben) haben wir den Tipp vom Nam Xay Viewpoint bekommen. Da es so heiß war, machten wir uns schon um sieben Uhr auf den Weg zum Viewpoint. Diese Ecke von Laos ist vekannt für seine unzähligen Viewpoints, man kann hier wunderbar wandern und unendlich weit laufen. Leider hatte mein lieber Ehemann die Beschreibung des Viewpoint falsch verstanden, er dachte man kann mit dem Motorrad bis oben hin fahren - Pustekuchen, und ihr könnt euch ja vorstellen wie die Laune war, als er merkte, dass wir laufen mussten.  Also der Anstieg war schon nicht ohne und auch ich muss sagen um diese Uhrzeit bei 30 Grad einen Berg erklimmen ist schon nicht so ohne.

 

Das Gute war allerdings das wir fast alleine waren und so kamen uns nur zwei Leute entgegen. Wir kletterten über Stock und Stein, schlichen uns an Kühen vorbei die Mitten im Hang die letzten grünen Grasreste fraßen und waren froh über jetztes kleine Fleckchen mit Schatten.

 

 

Nach knapp 40 Minuten voller Schweiß kamen wir oben an, Gott sei Dank auch hier zur richtigen Zeit, uns kam eine verdammt große Gruppe von Chinesen entgegen, die sich anscheinend den Sonnenaufgang angeschaut haben. Der Blick von oben war echt ein Traum, bei uns war es leider ein wenig bedeckt und diesig, was dem rundumblick aber nicht schadete.

 

Neben dem wunderbaren Blick waren allerdings die beiden Motorräder am Rand des Abgrundes das eigentliche Spektakel (ich gehe davon aus das Benni das missverstanden hat :-) ). Also man muss schon ein wenig Mut aufbringen um sich auf die beiden Zweiräder zusetzten. Mit der Landschaft im Hintergrund und der laotischen Fahne in der Hand haben wir natürlich aus DAS Instagramfoto gemacht.

 

Nach unserem kleinen Fotoshooting ging es für uns wieder abwärts, es wurde nämlich da oben auch immeer heißer. Der Weg runter ist einfach immer die Höhle und so waren wir froh als unsere zitternen Knie und Beine wieder auf den Parkplatz setzten konnten. Dort gab es erstmal einen Power-Bananen-Shake zum Auffüllen der Reserven.

 

 

Die ganze Wanderung machte Lust auf schwimmen, genau das stand auch als nächstes auf dem Plan. Neben den unzähligen Viewpoint gibt es in der Umgebung von Vang Vieng insgesamt fünf Blaue Lagunen. Wir enscheiden uns, nach Rücksprache mit einem Einheimischen, für Lagune Nummer fünf. Diese sollte nicht so voll und überlaufen sein und wir hatten eh keine Lust auf Schaukeln und eine Zipline.

 

Die Fahrt vom Viewpoint zur Lagune führte uns 12 km über eine staubige, steinige und hollprige Straße. Der Blick auf die umliegende Landschaft war einfach nur der Wahnsinn, leider war es hier nicht besonders grün sondern eher trocken, aber diese riesigen Berge die sich bis zum Horizont erstrecken waren einfach nur beeindruckend.

 

 

Angekommen an der Blauen Lagune erwartete uns ein kleines Becken mit kristallklarem (eher grünem als blauen) Wasser, es waren fast keine anderen Leute dort. Innerhalb von 30 Sekunden hatten wir unsere Sachen ausgezogen und lagen im kalten Wasser, das Wort kalt bekam hier eine ganz neue Bedeutung, das Wasser war eisig!! Aber genau das brauchten wir nach der staubigen und heißen Fahrt. Schnell schnappten wir uns einen der schwarzen Gummiringe und tummelten vor uns hin. Wir wechselten ständig unsere Position von der Liege ins Wasser, es war herrlich. 

 

Nach einer kurzen Zeit kam aus der hintersten Ecke ein junger Mann auf einem Gummireifen angepaddelt, man konnte doch tatsächlich mit den Reifen in eine Höhle reinpaddel. Es dauerte nicht lange und Benni war in der Höhle verschwunden. 

 

Immer wieder kamen einheimische Kids die sich anscheinend den ganzen Tag hier im kühlen Nass aufhalten, sie spielten mit den Reifen, sprangen von den Felsvorsprüngen und versuchten ab und an uns und ein anderen Pärchen von unseren Reifen zu jagen (eher als Spiel gedacht). Wir haben hier einen wundervollen Nachmittag mit den Kids verbracht, so was tut immer wieder gut. 

 

 

Am späten Nachmittag ging es für uns dann den beschwerlichen Weg wieder zurück. Die Strecke an sich war nicht lang, aber die Roller und die Straßen sind halt nicht die besten und so können sich 20 km schon mal sehr in die Länge ziehen.

 

Nach einem kurzen Powernap ging es für uns, na wer kann er erraten? - Genau, es ging zum Italiener Pizza essen. Wir hatten so ein Glück das wir direkt nach Öffnung des Ladens hingegangen sind, innerhalb von einer Stunde war der Laden brechend voll und man bekam nur einen Tisch wenn man draußen auf der Straße wartete. Die Pizza war aber auch grandios! Klein aber Fein! Zusätzlich gab es noch ein leckeres Sauerteigbrot mit Bruschetta, eine kleine Käseplatte und drei - vier Gläser Wein. Es war mal wieder Zeit für ein "Non-Budget-Day". 

 

Hundemüde und glücklich gingen wir dann direkt ins Bett, denn am nächsten Tag ging es für uns zur letzten Station in Laos, nach Luna Prabang. 

 

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