Indien

Indien, laut, riesengroß, bunt und unheimlich beeindruckend!

Indien liegt in Südasien und hat eine extrem vielfältige Landschaft, im Norden von den Gipfeln des Himalayas bis in den Süden zur Küste des Indischen Ozeans – und einer fast fünftausendjährigen Geschichte. Im Norden findet man Wahrzeichen des Mogulreichs wie das Rote Fort in Delhi, das berühmte Mausoleum Taj Mahal in Agra und Pilger die im Ganges in Varanasi baden (um nur drei der unzähligen Sehenswürdigkeiten zu nennen).

Indien hat 1,339 Milliarden (2017) Einwohner

 


Unsere Route

                                    

Von Goa nach Chennai

Die erste Station unserer Weltreise war Indien, wir haben sehr sehr lange hin und her überlegt, ob wir uns das wirklich zutrauen. Nach den ganzen aufregenden Wochen und Tagen vor der Reise direkt in ein so großes und für uns ungewisses Land. Aber, wer nicht wagt der nicht gewinnt. Also ging es für uns als erstes nach Goa, sozusagen Strandurlaub. Erstmal klein anfangen und nicht direkt ins Getümmel, denn Goa soll Indien für Anfänger sein. Goa besticht durch seine tollen Strände, viele Palmen und das Meer, mit leckerem, frischen Essen und dem Gefühl von Urlaub. Überall laufen frei Kühe herum die einfach an jedem Ort zu finden sind, selbst an den Stränden liegen sie rum. Am Besten ist es hier, wie fast überall in Asien, sich einen Roller zu mieten und die Städte und die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Wir haben uns für 250 Rupien am Tag (3,50 €) einen Roller gemietet. Man braucht weder einen Ausweis noch einen Führerschein zur Miete, zumindest wurden wir nirgends danach gefragt.

Wir können euch den Agonda Beach und den Kola Beach sehr ans Herz legen, hier haben wir viel Zeit verbracht und die Ruhe an beiden Stränden genossen. Da zu unserem Reisezeitpunkt im April Offseason gewesen ist war es sehr ruhig und nur sehr wenige Touristen vor Ort. Beide Strände befinden sich nördlich von Palolem (hier hatten wir unsere Unterkünfte). In Palolem war zu unserer Zeit am meisten los, da auch viele Inder hierher kommen um hier ihren Urlaub zu verbringen. Schon nach den ersten Tagen haben wir das indische Essen lieben gelernt, die frischen Currys, Brote (Naan) und Gemüse die einem an den Strandhütten serviert werden sind einfach der absolute Knaller und das im Schnitt für nur 500 - 600 Rupien für zwei Personen (das sind keine 10 €). Generell ist das Leben in Indien sehr günstig und man bezahlt nie mehr als 10€ für einen Hauptgang mit Getränken für zwei Personen. Im Nachhinein haben wir festgestellt, dass wir lieber noch länger in Goa geblieben wären, aber wer uns kennt der weiß, dass wir immer schnell etwas Neues sehen und erleben wollen. So ging es für uns nach ca. 10 Tagen schon weiter.


Von Goa aus haben wir uns ins Landesinnere gewagt, es ging für uns nach Hampi. Wohlwissend, dass es dort nicht so ruhig zugehen wird wie am Strand in Goa. Denn Hampi ist eine uralte Tempelstadt mit vielen heiligen Orten und Pilgerort der Einheimischen. Und wir wurden nicht enttäuscht, trotz der nur ca. 2.700 Einwohner in Hampi wurden wir total überrumpelt, da viele der dort lebenden Inder anscheinend noch nicht viele weißhäutige Menschen gesehen haben, vor allen Dingen die Kinder konnten kaum die Augen von uns lassen. Die Stadt hat uns aber nicht nur wegen seiner super freundlichen und offenen Menschen beeindruckt sondern natürlich auch wegen seiner unzähligen und jahrtausend alten Tempel. Wir haben noch nie so viele atemberaubend schöne und außergewöhnliche Bauten und Tempel auf einem Fleck gesehen. Die Menschen in Hampi leben noch sehr ursprünglich, aber schön, hier kann man das "kleine richtige" Indien kennenlernen. Es wird im Fluss gebadet, Wäsche gewaschen, gebetet, gegessen, die Kinder spielen Fußball auf einem kleinen Platz neben dem Fluß. In Hampi kann man für kleines Geld sehr gut wohnen, wir hatten eine Unterkunft mit Klimaanlage für ca. 10 € die Nacht. Die Klimaanlage ist unserer Meinung nach unerlässlich, in Hampi werden es gut und gerne mal 45-50 Grad in der Sonne (zumindest im April), kaum auszuhalten. Vor allen Dingen wenn man die fußläufigen Tempel besichtigt ist man froh, wenn man sich in seinem Zimmer abkühlen kann. 

Unser großes Glück war ein Festival das am zweiten Tag nach unserer Ankunft stattgefunden hat. Tausende Einheimische und etliche Touristen bevölkerten die kleine Stadt. Wir haben leider den Namen des Festivals vergessen, aber es war wirklich ein Spektakel das wir erleben durften. Die unzähligen Menschen campierten überall in der Stadt, in jedem Winkel der Tempelanlagen schlugen die Menschen ihre Lager auf und einfach überall wo Platz war wurden Zelte errichtet & Feuer zum Kochen angezündet. Unzählige Verkaufsstände mit Essen, handwerklichen Schnitzereien und alles einfach alles wurde dort angeboten. Das Festival selber war eine einzige wilde Huldigung an die Indischen Götter und ähnelte einem ausgelassenen Jahrmarkt. Überall bunte Kostüme, laute Musik, Tänzer und religiöse Zeremonien. Es war wirklich beeindruckend und für uns eine wunderschöne Erfahrung.

Hampis Umgebung und Landschaft ist geprägt von felsenbedeckten Hügeln und oasenartigen Grünflächen. Es wirkt zum Teil wie eine Wüste und ist wunderschön anzusehen. Leider haben wir aufgrund der Temperaturen diese Landschaft nicht erkunden können. Lediglich der Aufstieg zum Mantanga Hill ist uns gelungen um dort oben den Sonnenaufgang zu bestaunen und den atemberaubenden Ausblick auf Hampi und seine Tempelanlagen bei Nacht. Wir werden definitiv wieder kommen und diese atemberaubende Landschaft  und die Tempel weiter erkunden.



Unser nächster Stop in Indien sollte wieder am Meer sein, uns war es im Inland einfach viel viel zu warm. So entschieden wir uns, mit einem kurzen Halt in Bangalore (nur eine Nacht und das reichte uns auch, daher keine Infos) nach Kochi im Staat Kerala zu fahren. Wir haben alle längeren Strecken in Indien mit den Nachtbussen von Redbus India gemacht, man fährt ganz bequem in der Nacht von A nach B und kann super entspannt liegen und auch schlafen, auch hier haben wir uns für die "teurere" Variante mit Klimaanlage entschieden. Die längste Fahrt kostete uns 22 € pro Person, also völlig in Ordnung für knappe 500 km und 13-15 Stunden Fahrt. Unsere Unterkunft befand sich in Fort Kochi, einer Halbinsel in Kochi die auch sehr beliebt bei Touristen ist. Der Rest von Kochi, den wir gesehen haben, war für uns nicht sehenswert, deshalb waren wir froh auf die Tipps gehört zu haben und uns in Fort Kochi niedergelassen zu haben. Das es hier viele Touristen gibt merkt man vor allen Dingen daran, dass sich ein Geschäft an das andere reiht, es unheimliche viele, auch westliche Restaurants gibt und, dass die Preise definitiv höher sind als anderswo. Was uns richtig gut gefallen hat waren die zahlreichen  Häuser aus der portugiesischen, holländischen und britischen Kolonialzeit, die entlang der erschlossenen Princess Street vorbeiführen. Die von vielen Reiseführern und dem Internet so hoch gepriesenen chinesischen Fischernetze entlang der Promenade am Hafen fanden wir völlig unspektakulär. Vor allen Dingen weil man als Touri von jedem zweiten Fischer angesprochen wird ob man nicht gerne auch mal an dem Netz ziehen möchte, es wird ein Foto gemacht und dann soll man blechen, schade eigentlich, denn Charme haben die Netze! Ansonsten besticht die Promenda mit unzähligen kleinen Ständen an denen Fisch verkauft wird, den man sich dann aussucht und direkt vor Ort zu bereiten lassen kann. Die Preise pro Gericht lagen bei 10€ was im Vergleich zu dem was wir in Goa bezahlt haben recht teuer war. Aber fangfrischer geht nicht und um ehrlich zu sein preislich immer noch ein Witz im Vergleich zu Europa. Wir können sagen das für Fort Kochi selbst zwei Tage ausreichen würden um alles zu erkunden. Wir waren insgesamt fünf Tage vor Ort.


Über unseren Host Immanuel haben wir dann noch eine Backwater-Tour gebucht. Kochi ist nämlich nicht nur für die Fischernetze und die Kolonialstil Häuser bekannt, sondern vielmehr für seine Backwaters. Die Backwaters sind ein weit verzweigtes Wasserstraßennetz im Hinterland. Sie umfassen 29 größere Seen und Lagunen, zig Flüsse sowie insgesamt rund 1500 Kilometer lange Kanäle und natürliche Wasserstraßen. Sie erstrecken sich über ein Areal von fast 2000 km^2 (das entspricht fast 266 Fußballfeldern!!). Die Natur in den Backwaters ist einfach nur beeindruckend! Es ist überall grün, Wasser soweit das Auge reicht. Auf den kleinen Inseln die in den Backwatern liegen haben sich mehrere Familien angesiedelt. Deren Mittelpunkt ist das Wasser und so ernährt der Fluß und der See diese Familien. Ihr gesamtes Leben findet auf und im Wasser statt. Unser Guide erzählte uns das alle ausschließlich vom Fischfang leben. Der Anblick ihrer spartanisch errichten Hütten ist für uns Europäer kaum vorstellbar, einfach zusammen gezimmerte Blech und Holzhütten. Das Wasser aus den Backwaters ist zum waschen, kochen, Zähneputzen und zum trinken da (für uns unvorstellbar). Wir haben beobachtet wie sich gewaschen wurde und gleich daneben wurde der Fisch gereinigt und einen Meter weiter trank ein Mann genüsslich aus dem Fluß. So ist das Leben hier halt und man kann nur den Hut vor so einem harten aber anscheinend glücklichen Leben ziehen. Egal wen wir gesehen oder gesprochen haben, alle wirkten zufrieden und glücklich. Wir lieben diese Gegend und können jedem nur einen Besuch ans Herz legen.



Von Fort Kochi und den Backwaters ging es für uns einmal quer durchs Land nach Chennai., denn wir hatten uns dazu entschieden Indien erstmal zu verlassen und weiterzuziehen. Nicht weil uns Indien nicht gefiel, ganz im Gegenteil. Aber irgendwie schienen wir noch nicht bereit gewesen zu sein für dieses riesige Land und leider war die Jahreszeit alles andere als ideal um Indien zu bereisen. Chennai sollte unsere letzte Station in Indien sein um genau zu sein der Flughafen, denn hier gingen die besten und günstigsten Flieger in Richtung Südostasien.

Unser Fazit zu Indien

Indien hat uns beide wirklich mehr als beeindruckt, vor allem die Freundlichkeit & die Offenheit der Menschen die hier an den Tag gelegt wird war toll zu erleben! Die Landschaft die wir erkundet haben war atemberaubend und lies uns teilweise echt staunen.

Wir können nur positives über dieses einzigartige, zum Teil chaotische und vielfältige Land berichten. Es war ein klitzekleiner Einblick in die indische Kultur und wir werden defintiv auf unserer Reise um die Welt zurückkommen und den Rest des Landes bereisen. Ach ja und wir können sagen... Bestes Essen ever und Menschen die freundlicher nicht hätten sein können.


Unsere Indien Blogbeiträge

One Week Goa

Hampi.Tempel, Hitze & Festival

Fort Kochi & Backwaters



Fotoalben Indien

Goa

Hampi

Fort Kochi & Backwaters



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