Mallorca

Mallorca als Sommerurlaub? Ne niemals! Doch, macht es auf jeden Fall! Mallorca ist so viel mehr als nur Party, Ballermann, laute Musik und Alkohol.. wir haben die Lieblingsinsel der Deutschen eine Woche lang unter die Lupe genommen und wir sind mehr als begeistert. Diese so unscheinbare Insel hat uns wirklich überzeugt.. und allen Zweifler sagen wir:

 

Mallorca ist eine Reise wert!


 Wir sind von Köln Bonn Ryanair nach Palma geflogen. Über Check 24  haben wir uns ein Auto für eine Woche gemietet, damit wir möglichst viel von der Insel sehen können. Wir haben sage und schreiben 3:30 Stunden auf unser Auto gewartet, in einem warmen stickigen Parkhaus indem es leider nicht mal eine Toilette etc. gab. Die Gesellschaft bei der wir das Auto abgeholt haben heißt Interrent. Trotz vorgebuchter und bereits  bezahlter Reservierung wird dort versucht einem jegliche Versicherung aufs Auge zu drücken. Nach 20 Minuten Verkaufsgespräch bekamen wir einen Zettel und es hieß erneut, warten (es war wohl kein Auto unserer Klasse da). Nach 2 Stunden bekamen wir dann endlich einen Schlüssel, kontrollierten das Auto (das solltet ihr auf jeden Fall machen) - lasst euch die Beulen etc quittieren, wir haben von allem auch extra Fotos gemacht, damit uns nicht hinterher irgendwelche Schäden angekreidet werden. Wir haben es geschafft, los ging es Mallorca konnte erkundet werden.

 

 

Am ersten Urlaubstag fuhren wir früh morgens zur Cala Varques, diese liegt ungefähr 13 km von Manacor entfernt. Man muss auf einem kleinen Parkplatz an der Straße parken (2€ für den ganzen Tag). Die nette Damen am Parkplatz zeigt einem den Weg und kündigt 2 km Fußweg an. 

Der Weg zur Bucht führt durch ein Eisentor über eine lange geschotterte Straße, man gelangt an einen Waldrand an dem die Bucht auch ausgezeichnet ist. Der Weg im Wald ist relativ steil und steinig, feste Schuhe sollte man defitiniv haben! Es sind ca 4km bis zur Bucht (wir gehen nicht langsam und haben ca. eine Stunde gebraucht). Was einem dann vor die Augen kommt ist der Knaller !!! Eine hellblaue kristallklare Bucht eingerahmt in Felsen und einem weißen Sandstrand. Diese Bucht hat uns schon sehr beeindruckt, aber seht selbst....:


Im Süden der Insel befindet sich das Cap de Ses Salines, der Leuchtturm am südlichsten Punkt der Insel, hier kann man wunderbar Schnorcheln (Tipp: Wasserschuhe mitnehmen, da es hier nur Steineinstiege gibt). Man kann hier relativ gut liegen, entspannen und es ist ruhig. Da dort noch nicht so viele Touristen sind.

 

Natürlich haben wir uns auch den Westen der Insel vorgenommen, wir fuhren von S‘llot Richtung Valldemossa (Tipp: Wenn ihr auch so früh los wollt wie wir, kauft auf jeden Fall Abends etwas für die Fahrt ein, wir sind zweimal drauf reingefallen, dass die Supermärkte (egal ob Aldi, Lidl, oder die spanischen Ketten) erst um 09:00 Uhr aufmachen... ! Die Fahrt nach Valldemossa wird ab ca. 15 km hinter Palma richtig schön, man merkt sofort wenn wann sich der Küste nähert, es wird steil, kurvig und man denkt man befindet sich in den Alpen. Die dichten Pinienwälder sind einfach nur wunderbar. Nach ca. 1:00 Stunde Fahrt kamen wir im Ort Valldemossa an, hoch über der Stadt thront das Wahrzeichen der Stadt, die Kirche, die man auch schon vom weiten sehen kann wenn man Richtung Stadt fährt ... auch hier hatten wir Glück, dass es noch nicht so voll war, nach 10:00 Uhr überflutet auch hier Touristen die Stadt, und es bekommt gleich alles ein anderes Flair ... 

 

Von dort aus ging es für uns  nach Deia , ebenfalls ein kleines Bergdorf welches von Zitronen, Organen und Olivenbäumen eingerahmt ist. Wenn man durch die kleine Stadt durchgefahren ist führt links die Straße ab zur Cala Deià, einer kleinen schönen Steinbucht mit zwei süßen (Fisch-)Restaurants eingerahmt in hohe Felsen! Hier kann man leider nicht gut liegen oder sitzen, aber für einen Kaffee oder einen kurzen Besuch im kristallklaren Wasser lohnt es sich.

 

Zu guter Letzt ging es dann nach Soller. Soller ist die größte und auch vollste Stadt gewesen, die meisten Touristen trifft man hier am Port de Soller Platz, an dem auch die berühmte Holz-Straßenbahn mitten durch die Fußgängerzone fährt, ein echtes Highlight dies zusehen. Soller hat ebenso viel kleine, gemütliche Läden und Cafés wie größere Markenboutiquen. 

 

Uns hat es im Westen der Insel super gut gefallen, vor allen Dingen weil man (wieder) eine ganz andere Seite der Insel kennenlernt.


Auf der Rückfahrt hatten wir nach den ganzen Sightseeing-Touren noch  große Lust auf Strand, wir fuhren durch „den Norden“ über Inca gen Osten und entdeckten auf der Rückreise die Cala Torta (Caro hatte am Abend zuvor von dem Strand gelesen, - Highlight!). Man fährt eine gefühlte Ewigkeit durch ein riesiges Naturschutzgebiet, anhalten zum Fotos machen lohnt sich an fast jeder Ecke! Irgendwann wurde die befestigte Straße dann zur Schotter Piste, bis man am Ende in einem Waldstück parken kann. Der Fußweg durch den Wald führt einen direkt auf den langen (nicht allzu breiten) Sandstrand. Das Wasser hier war einfach super !! 

(Man kann auch über den einen Berg wandern um zur Cala Mitjana zu kommen, das haben wir aber nicht mehr gemacht , soll auch schön sein) 

 

Neuer Tag, neue Bucht.  Die Cala des Moro stand auf dem Plan! Da die Bucht nicht allzu weit von unser Hotel entfernt war, erreichten wir den Parkplatz nach 30 Minuten Fahrt. Ihr solltet unbedingt festes Schuhwerk tragen, der Weg dorthin endet in einem Waldgebiet, indem es teilweise steil bergab geht! Die Cala des Moro befindet sich im Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit zugängig gemacht worden. Hier sollte vor einigen Jahren ein großes Hotel gebaut werden, doch durch die Initiativen der Inselbewohner konnte der Bau gestoppt werden, es wurden rund 10.000 neue Pflanzen gepflanzt und so wurde dieses wunderbare Fleckchen Erde erhalten! An der Bucht ist vielleicht Platz für 20-30 Leute (also früh aufstehen) und da Bilder oft mehr sagen als 1000 Worte: 

(Wir konnten leider nicht schwimmen, da durch einen Tsunami eine Quallenplage angespült wurde)


Wir wollten auf jeden Fall einen einheimischen Markt besuchen. Vor der Reise haben wir uns für den Markt in Santanyi entschieden. Santanyi befindet sich etwas weiter im Inland, ist allerdings super zu erreichen, da es auch einer der größerer Städte auf Mallorca ist. 

 

Laut Internet hat der Markt von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr geöffnet (Mittwochs und Samstags).  Um 07:30 Uhr standen wir schon vor den Toren, wir frühstückten in einem der süßen Kaffees, umringt von bunten Obst- und Gemüseständen. Es reicht  allerdings völlig, wenn Ihr ab 09:00 Uhr dort seit (um 10:00 Uhr wurden immer noch einige Marktstände aufgebaut). Es war wunderschön, die vielen, riesigen und bunten Obst- und Gemüseständen zu sehen, es duftet nach frischem Brot, Einheimische bieten Ihre handgemachte Kleidung, Seifen, Porzellan und Spielzeug an. Wir waren wirklich begeistert und waren froh, früh da gewesen zu sein, denn ab 10:30 Uhr wurde es extrem voll.  

 

Santanyi lohnt sich aber nicht nur für seinen Markt es gibt tolle Kaffees, süße kleine Boutiquen, leckere Restaurants und einen wunderschönen Marktplatz.


Wir haben uns an unserem letzten Tag den Sonnenaufgang am Cap de Formentor angeschaut. Wir sind um 03:00 Uhr in der Früh aufgestanden, um um 06:00 Uhr am nördlichsten Punkt der Insel zu sein. Alleine die Fahrt, im stocke dunklen die engen Serpentinen mitten durch den Wald hat uns super gut gefallen. Bis auf 5-6 andere Urlauber finden noch nicht viele Touristen den Weg um diese Uhrzeit zum Cap. 

 

Nach ca. einer Stunde warten und 20 Mückenstichen später, kam sie dann endlich, unser geliebte Sonne tauchte am Horizont auf und wir waren geflashed. Was für ein wunderschöner Anblick, das Meer, der Horizont, die Berge, der Leuchtturm - einfach perfekt. Es hat sich mal wieder mehr als gelohnt so früh aufzustehen, wir haben selten einen so schönen Sonnenaufgang gesehen. 

 

Es hat sich Gott sei Dank einiges am Cap getan. Bis vor einigen Jahren stand man hier mehrere Stunden im Stau bis man oben ankam, da es nur ca. 15 Parkplätze gibt und sich die Touristenmassen in Bussen und Autos den Berg hochgequält haben. Nun wird ab 10:00 Uhr die Straße auf der Hälfte der Strecke gesperrt, es gibt einen großen kostenpflichtigen Parkplatz an dem man dann mit einem Bus zum Leuchtturm fahren kann.


UNSER HIGHLIGHT!!

Die Cala Murta, diese Bucht haben wir auf dem Rückweg vom Cap Formentor entdeckt. Ein winzig kleines Schild am Straßenrand zeigt einem den Wanderweg zur Bucht. Da es noch so früh war machten wir uns natürlich auf den Weg. Dieser Weg führt ebenfalls über ein Privatgrundstück, man geht ca. 20-25 Minuten über eine gepflasterte Straße. Auf dem Gelände leben ganz viele "freilebende" Esel, die einem ab uns an über den Weg laufen -- herrlich! 

Dann läuft man auf die Cala Murta zu..... Wahhhhnnnsiiiinn..  Ein kleiner Steinstrand an dem nur ein einziges Haus (wahrscheinlich vom Besitzer der Bucht)  steht, rechts und links umringt von Bergen. Wir waren hier ganz alleine, wir haben die Augen geschlossen und einfach die Ruhe, das Meer die Sonne und uns genossen. Es war einfach perfekt!!  



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